Beteiligung in Donaufeld geht weiter

Der Beteiligungsprozess zum Stadtentwicklungsgebiet geht ab Samstag, 24. September 2016 weiter (siehe https://unserdonaufeld.wordpress.com/). Wir freuen uns über den angekündigten “Informationsprozess zur ersten Entwicklungsetappe entlang der Dückegasse”, gleichzeitig halten wir aber auch fest: Nur Information ist zu wenig! Im Frühling 2017 steht die Flächenwidmung für den Ostteil von Donaufeld an, und bis dahin sollten noch Antworten auf einige grundlegende Fragen (Grünflächenanteil, Gebäudehöhe, Dichte, …) gemeinsam mit den AnrainerInnen gefunden werden. Continue reading


Pressespaziergang im Otto Wagner Spital in Steinhof am 14.September 2016: BI “Steinhof gestalten” fordert Nutzungskonzept vor zerstörerischer Wohnverbauung

Die Gesamtanlage Steinhof steht unter Denkmalschutz. Dh: Alles aus der Entstehungszeit Stammende innerhalb der historischen Mauer ist davon umfasst, Hauptgebäude, Nebengebäude, gestaltungsrelevante Grünflächen und eben auch die Mauer mit ihren Jugendstilgittern und der bewusst gewählten Bepflanzung. Besucher, die derzeit von der Ottakringer Seite  das beliebte Erholungsareal betreten wollen, sehen sich einem riesigen klotzigen Rehabilitationszentrum gegenüber, das erst kürzlich um weitere Bettentrakte und einen die Mauer um zwei Stockwerke überragenden Verwaltungstrakt erweitert wurde. Was die Gemeinde Wien unter Ensembleschutz versteht, wird hier deutlich. Aber auch das Bundesdenkmalamt hat widerspruchslos dieser Veränderung des Denkmals zugestimmt. Das besonders historisch belastete Pathologiegebäude (Lagerung der Gehirne der Spiegelgrundkinder) soll nun als nächsten Schritt der Verbauung durch vier GESIBA Wohnbaublöcke eingekreist werden, dafür müssten zunächst etwa sechzig Bäume der Anlage gefällt werden, auch ein bedeutender Eichenbestand aus der Gründungzeit würde die geplanten Bauarbeiten kaum überstehen. Ein Nutzungskonzept für die Gesamtanlage fehlt nach wie vor. Continue reading


OTS0008, 8.September 2016: Pressegespräch und Spaziergang im Otto Wagner Spital am 14.September 2016, 10-11 Uhr

“BI Steinhof -gestalten fordert Nachdenkphase zur Erstellung eines Raumplanungs- und Nutzungskonzepts statt zerstörerischer Wohnverbauung”

In den Medien (Der Standard 2./3.Juli 2016) war bereits im Juli angekündigt worden, dass die GESIBA “in den nächsten Tagen” die Baubewilligung zur Errichtung von vier Wohnblöcken im Osten des Areals erhalten würde, ab Herbst 2016 würde mit den Bauarbeiten begonnen werden. “Die Ausschreibungen würden in Kürze veröffentlicht”, so damals GESIBA Chef Ewald Kirschner im Standard. Wie aus einem auf der HP der Initiative Steinhof-erhalten veröffentlichten Antwortschreiben des Bundesdenkmalamts vom 15.Juli 2016 (gezeichnet: Mag.Christian Herwig) hervorgeht, hat das Bundesdenkmalamt der Errichtung von vier Neubauten im Nahbereich der kunsthistorisch bedeutenden Pathologie zugestimmt (“ein Veränderungsbescheid erteilt”). Die ensemblegestaltenden Grünflächen und der Baumbestand im Osten müssten damit der Verbauung weichen. Ein in der aufwendigen Entwicklungsplanung von den Experten gefordertes Gesamtkonzept zur Nachnutzung der weltberühmten Jugendstilanlage gibt es bisher nicht. Einige der Pavillons verfallen seit Jahren, einige der Gebäude werden derzeit zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.

 

Wer zahlt, schafft an? Wenn Private im öffentlichen Raum investieren

Diskussion der “innerestadt@grünen” im Panoramaraum des Hochhauses Herrengasse am 8.September 2016. Bezirksrätin Plakolm moderierte die Veranstaltung, zu der der Klubvorsitzende Hirschenhauser eingeladen hatte. Anlässlich der Neugestaltung einer Begegnungszone in der Herrengasse, deren Finanzierung größtenteils durch die LiegenschaftseigentümerInnen erfolgt, gab es diese interessante Informationsveranstaltung. TeilnehmerInnen waren: Gabu Heindl, Architektin, “Städtebauliche Verträge – Fallstricke oder Chance”, Silja Tillner, Architektin für Hochhäuser, Christoph Chorherr, Grüner Gemeinderat und Sprecher für Stadtplanung, Energie und Wohnen und Wolfgang Spitzy, RA, Sprecher der Initiative Herrengasse. Dieser erklärte einleitend, was das Ziel der Umgestaltung wäre, die bereits in vorrömischer Zeit historisch bedeutende Herrengasse soll von einer grauen Durchzugsstraße (wieder) zu einem multifunktionellen Raum mit Geschäften für die lokale Bevölkerung werden und damit einen bewussten Gegensatz zum “goldenen Quartier” in der Tuchlauben bilden.  Continue reading


Weltkulturerbe: Fluch oder Segen? Podiumsdiskussion im Wien Museum am 7.September 2016

Diskussionsteilnehmer zu diesem heißen Thema waren, ausgezeichnet moderiert von Sibylle Hamann, Andreas Nierhaus, Kurator für Architektur im Wienmuseum, Erich Raith, Professor für Städtebau, TU Wien, Marta Schreieck, Henke Schreieck Architekten und Rudolf Zunke, UNESCO Welterbebeauftragter der Stadt Wien. Unter den zahlreich erschienenen interessierten Zuhörern waren auch viele Experten aus der Architektenszene, den Ministerien, der TU und der Bürgerbeteiligungsszene zu entdecken. Continue reading


Ex-Wohnbaustadtrat Faymann als Immobilien-Unternehmer?

Am 1. September hat der glücklose Ex-Kanzler Werner Faymann seinen Job als UN-Sonderbeauftragter für Jugendbeschäftigung angetreten. Pressemeldungen zufolge geht er auch unter die Unternehmer, ausgerechnet in der Immobilienbranche (!) Continue reading


Döbling: Abrisswelle ebbt nicht ab


Döbling ist nicht ganz zufällig ein beliebter Tummelplatz der Spekulanten. Die Abrisswelle ebbt auch in diesem Sommer nicht ab. Innerhalb weniger Tage fuhren die Bagger in der Peter-Jordan-Straße und in Ober-Döbling auf. Historische Gebäude wie der Türkenwirt oder das Gründerzeithaus Döblinger Hauptstraße Nr. 40 mussten daran glauben.


Bezirkszeitung Landstraße (6/7.7): Direktor des Akademischen Gymnasiums wirft sich für Tojner in die Eislaufverein-Hochhausschlacht

Nach Finanzstadträtin Brauner, die bei “Nichtumsetzung des Hochhausprojekts” tausende  (!) Arbeitsplätze gefährdet sieht, wirft sich nun der politisch rot gefärbte Direktor des Akademischen Gymnasiums, Meinhard Trummer, in die Schlacht: “Ohne Umsetzung haben Schüler weiterhin keinen adäquaten Turnsaal”, lässt er in der Landstraßer Bezirkszeitung verlauten. Er outet sich als langjähriger Rapid-Nachwuchsbetreuer, dass dieser von den Schulen anzumietende berühmte hochgelobte Turnsaal im dritten Untergeschoß liegt, dürfte ihn nicht stören. “Er ärgere sich, dass die Bezirksgrünen Projekt-Manager Tojner Profitgier vorwerfen, wir seien ja nicht im Kommunismus”. (JK)


Das Haus der Geschichte Österreich(s) – eine gute Idee am falschen Standort?

Auf Einladung der Österreichischen Forschungsgemeinschaft fand am 30.Juni 2016 im Oratorium des Augustinertrakts der Österreichischen Nationalbibliothek ein hochkarätig besetztes Symposium zu diesem noch immer kontroversiellen Thema statt. Vom früheren Minister Ostermayer wären die Weichen für das Haus der Geschichte in der Hofburg bereits gestellt worden, betonte in der Begrüßung die “Hausherrin” Generaldirektorin der NB, Johanna Rachinger. Von Veranstaltung zu Veranstaltung steige seine Begeisterung für das Projekt, betonte der Initiator der “Haus der Geschichte Idee”, Prof. Oliver Rathkolb. Dieser Begeisterung konnten sich andere Vortragende und etliche Diskussionteilnehmer nicht vorbehaltslos anschließen. Prof. Artur Rosenauer bot in seinem Vortrag einen besonders interessanten geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Hofburg. Er lehne das “Haus der Geschichte” Projekt an diesem Standort deshalb ab, weil die weltweit einmalige Sammlung alter Musikinstrumente deshalb um ein Drittel verkleinert werden soll und das ehemalige Völkerkundemuseum (jetzt Weltmuseum) 800m² Fläche verlieren müsste. Sowohl das Weltmuseum als auch das Haus der Geschichte bräuchten auch weitere Flächen für die Zukunft, die es aber in der Hofburg naturgemäß nicht geben könnte. Einige Fragen aus dem Publikum betrafen auch die Finanzierung des Projekts, in Zeiten knapper Budgets nicht unberechtigt. Eine Podiumsdiskussion rundete die interessante Veranstaltung ab. (JK)


OTS0003 vom 18.06.2016: “profil”: KAV schließt einzige Häftlingspsychiatrie im Otto Wagner Spital am Steinhof

Trotz des Aufschreis des Leiters der einzigen Anstalt für Forensische Akutpsychiatrie in Wien soll diese Abteilung im geschlossenen Pavillon 23 im Otto Wagner Spital vom KAV aus Kostengründen (!) ersatzlos aufgelassen werden. Derzeit gibt es in dieser ganz speziellen forensischen psychiatrischen Einrichtung zwölf Betten. Für die Versorgung psychisch erkrankter Justizhäftlinge sei der Bund zuständig, meint jedoch der KAV, und der Bund solle auch deren Versorgung sicherstellen. Psychisch gestörte Gewaltverbrecher würden somit in Zukunft auf “normalen” Psychiatrien der Wiener Gemeindespitäler  betreut werden, wo aber jegliche Erfahrung dafür fehle, meinen die Ärzte der Abteilung. Die notwendige gesonderte Bewachung sei ein weiteres Problem. Ein Armutszeugnis unserer Sozialpolitik. (“profil”, 20.Juni 2016)

Der Osten des Otto Wagner Spitals soll ja bekanntlich für Wohnungen umgerüstet werden.


Kometprojekt/Meidling weiter am Gerichtsweg….

Am Verwaltungsgericht Wien fand am Montag, dem 13.6. eine mündliche Verhandlung zum Kometprojekt (Hochhaus-Büroturm+ EKZ+Wohnblock) statt.
Die Komet Beschwerdeführer waren vertreten durch RA Dr. Meyenburg und die Anrainer Dr. Hertenberger und Dr. Kuppe.  Der Bauwerber HPD erschien mit gleich drei Rechtsanwälten!…..
Erörtert wurden u.a. die geplante Garagenentlüftung, deren Funktionalität nie längerfristig getestet wurde,  das Bestehen einer UVP-Pflicht, die baurechtliche Einwendungen der Anrainer, der ungeklärte Realisierungsbegriff im Hinblick auf die (Un?-)Gültigkeit der Flächenwidmung, die Grundwassersituation am Wiental, der nicht nachvollziehbare Berechnungsmodus für das zukünftige Verkehrsaufkommen. Continue reading


Hochhaus am Eislaufverein: Wie man den Bürgern auf der Nase herumtanzt

Zu früh hatten sich die Bürger gefreut, dass das Umwidmungsverfahren (von derzeit Eislaufplatz auf vom Investor gewünschte Hochhauswidmung) von Frau VBin Vassilakou gestoppt wurde und man von einer “Nachdenkpause” sprach. Jetzt will man allerdings “rasch zu einem Ergebnis kommen”, so die OTS 0054 des ÖVP Rathausklubs am 23.Mai 2016. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmer wären sonst die Leidtragenden. Stadtplanung könne so nicht funktionieren, die Bedenken hätten schon früher geäußert werden müssen, nicht erst jetzt. Der Projektwerber hätte bereits immense Planungsschritte gesetzt, die mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wären. Jetzt aus heiterem Himmel das Projekt zu stoppen, sei mehr als unprofessionell. Dass es auf dem Areal keinerlei Bauwidmung gibt, und dass der Investor das immer gewusst hatte, wird allerdings verschwiegen. Man kann nur hoffen, dass die Vassilakou Ankündigung, das Widmungsverfahren zu stoppen, nicht nur eine VdB Wahlhilfe war! (JK)


Umwidmung für Hochhausbau am Heumarkt gestoppt – Jubeln die Bürger zu früh?

“Es liegen nun alle fachlichen Beurteilungen des Magistrats und des Fachbeirats für Architektur und Stadtgestaltung vor. Darin werden starke Bedenken ins Treffen geführt, was aus Sicht der Stadtplanung eine Weiterverfolgung der Flächenwidmung und etwaige Vorlage an den Gemeinderat auf Basis des bestehenden Projekts nicht möglich macht”. So lautete die überraschend am 13.Mai 2016 erfolgte Presseaussendung aus dem Büro von VBin und Planungsstadträtin Vassilakou. Überraschend deshalb, weil uns ja seit Monaten erzählt wurde, dass in dem hochgelobten sog “kooperativen Verfahren”, das dem vom Investor finanzierten Architektenwettbewerb voranging, jede Menge von Fachexperten in umfangreichen Hearings zu Wort gekommen wären. Es war zwar immer bekannt, dass das vom Investor gewünschte Kubaturausmaß immer unverhandelbar war, auch sollen die Teilnehmer des Wettbewerbs von der verpflichtenden Beibehaltung der Freilufteisfläche von 6.000m² angeblich nichts gewusst haben. Ob es am Ende des Tages wirklich einen “Triumph der Bürger” oder doch des politisch bestens vernetzten Investors geben wird, das steht noch in den Sternen, jetzt (interessanterweise knapp vor der Bundespräsidentenstichwahl) ist jedenfalls einmal eine “Nachdenkphase” angesagt. (JK)


Was alles in Wien möglich ist, das ist ganz und gar unmöglich!

Das Höchstgericht hob 2015 die Baugenehmigung für das seit 2004 geplante Komet-Hochhausprojekt in Meidling auf. Eine  Umweltverträglichkeitsprüfung mit Anrainerbeteiligung wurde vorgeschrieben. Die Bürgerinitiative vertritt die Rechtsmeinung, dass mit Aufhebung der Baugenehmigung aus dem Jahr 2013 auch die „bei Nichtrealisierung des Projekts bis 2013 befristete Flächenwidmung (kurz FW)” ungültig sein muss.

Nicht so MA37 und MA21. Die beiden Magistrate sind der Auffassung, dass die FW sich – trotz Befristung und bislang nicht realisiertem Projekt – aufgrund der vom Bauwerber immer wieder neu eingereichten Baugenehmigungen “perpetuiert” und einfach weiterläuft…. Continue reading


Turbulenzen bei der Bestellung eines neuen Leiters des Bezirksmuseums Floridsdorf

Seit Wochen gibt es große politische und mediale Aufregung (Kurier, Presse, Floridsdorfer Bezirkszeitung, Wiener Bezirkszeitung) um die Neubestellung der Leitung des Bezirksmuseums Floridsdorf. Auch der einstimmige Beschluss eines Antrags der Grünen auf der Sitzung der Bezirksvertreteung Floridsdorf am Mittwoch, 13. April führte zu keiner Entspannung. Ausch der Versuch doch noch in letzter Minute einen Kompromiss zu erreichen war nicht erfolgreich: Der allseits anerkannte Experte, Dr. Peter Schubert hatte sich für die am Dienstag, 19. April 2016 stattfindende, entscheidende Sitzung des Vereins “ARGE Wiener Bezirksmuseen” um die Leitung des Museums beworben. Ihm wurde mitgeteilt, dass er sich zu spät beworben hätte, da die Entscheidung bereits getroffen wurde. Eine Entscheidung aufgrund welcher Ausschreibung?

Von einem zeitgemäßen, demokratischen und transparenten Bestellungsvorgang kann leider keine Rede sein. Nach der Verabschiedung am 19. April zog sich das bisherige Museumsteam fast geschlossen zurück.

Siehe auch die Stellungnahme der Initiative Denkmalschutz.