Sportstätten auf dem Areal der ehem. Rothschildgärten für ALLE!

Durch den jüngsten Dopingskandal ist wieder einmal die Sportkultur in Österreich ins Gerede gekommen. Nach Armin Assinger hat nun mit dem ehem. Weltklasse-Kombinierer Felix Gottwald, Österreichs erfolgreichstem Olympioniken bei Winterspielen, eine weitere Sportlegende die Sportstättenmisere in diesem Lande offen angesprochen. Auch die Stadt Wien hat großen Nachholbedarf. Oft könnte man schon mit relativ geringen finanziellen Mitteln Verbesserungen des Angebots erreichen. Wie zum Beispiel auf dem Areal der ehem. Rothschildgärten auf der Hohen Warte. Continue reading

Architekturfestival “Turn on”, ORF Radio Kulturhaus, 7.-9.März 2019. Veranstalter Architekturstiftung Österreich

Unter dem Ehrenschutz von BM Blümel, Frauen- und Wohnbaustadträtin Gaal, Kulturstadträtin Kaup-Hasler und VBin Vassilakou fand diese interessante und informative, international besetzte Veranstaltung statt.

Der Eintritt war frei, der große Sendesaal (zumindest am Samstag) bis zum letzten Platz gefüllt. In mehreren Blöcken wurden unterschiedliche Architekturthemen abgehandelt. Der Samstag Nachmittag war dem Thema “Wohnen etc” gewidmet. feld72, einzueins Architektur, Baumschlager Hutter, Alison Brooks Architects, ROBERTNEUN stellten als Referenten ihre Projekte vor. Den Abschluss bildete ein Beitrag von Czech, königlarch, Neuwith/pool Architektur zu den Bauvorhaben im Otto Wagner Spital Ostareal. Vier der zehn geplanten GESIBA Wohnblocks sind bereits fertig gestellt, sechs sollen noch folgen. Man habe sich bemüht, den Baumbestand zu erhalten, der Bürgerinitiative sei es zu danken, dass nicht die erste Planung mit 600 Wohnungen, die das gesamte Areal schonungslos ausgefüllt hätte, realisiert wurde. Das VAMED Rehazentrum sei wie das “Schwesternheim” (das mit Arbeitersamariterbundbau neben dem REHA Zentrum anscheinend verwechselt wurde) eine Bausünde, die sich nicht wiederholen dürfte. Man habe sich bemüht, die Wohnhäuser an die Jugendstilpavillons anzupassen, leider konnte die geplante Sichtziegeloptik aus Kostengründen nicht verwirklicht werden. (JK)


Kurier 20.02.2019: Projekt Heumarkt: Tojner stoppt Gang zum Europäischen Gerichtshof

Die Heumarktstory ist wieder um eine Facette reicher. Um “vertiefte Rechtssicherheit zu erlangen” und “quasi den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen” hat der Investor freiwillig im Oktober 2017 einen Feststellungsantrag nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 (UVP-G 2000) gestellt, um von der Wiener Landesregierung die Bestätigung zu erlangen, dass für sein Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei (Standard, 18.02.2019). Dieser Bescheid der Wiener Landesregierung vom 16.Oktober 2018 erfolgte, wie zu erwarten, für den Investor wunschgemäß. In einer Bescheidbeschwerde der Projektgegner wurde nun das unabhängige Verwaltungsgericht mit der Causa befasst. Wie aus der im Kurier abgedruckten Ladung zur ersten Verhandlung im März zu entnehmen ist (online im Kurier nachzulesen) bestand begründeter Verdacht, dass die Entscheidung des Verwaltungsgerichts gegen den Investor ausgehen könnte. Der Richter befand den Tatbestand des “Städtebauvorhabens” im UVP Gesetz unzureichend umgesetzt und schlug im konkreten Fall eine Einzelfallprüfung vor. Auch eine Vorlage der Rechtssache beim EuGH stand im Raum. Der Investor zog daraufhin seinen Antrag zurück, womit das Verfahren zunächst beendet ist. Sein Interesse an der “vertieften Rechtssicherheit”,  scheint dem Risiko und der Gefahr, vor einem unabhängigen Gericht eine für ihn ungünstige Entscheidung zu erhalten, gewichen zu sein. (JK)


ORF: HEUMARKT: Gutachten hält Bund für zuständig gegen den Bau des Wohnturms am Heumarkt einzuschreiten!

Verfassungsjurist Theo Öhlinger sieht den Bund für den Erhalt des Welterbestatus der Wiener Innenstadt für verantwortlich. Österreich sei mit der Welterbekonvention eine völkerrechtliche Verpflichtung eingegangen, das Welterbe mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen. Artikel 16 der Bundesverfassung besagt: Kommt ein Bundesland dieser Aufgabe nicht nach, so ist der Bund verpflichtet, einzuschreiten. Dafür gäbe es mehrere Möglichkeiten. “Die einfachste Maßnahme im konkreten Fall wäre eine Weisung an die Landesregierung bzw. den Landeshauptmann, die entsprechende Verordnung, den Flächenwidmungsplan, so zu ändern, dass er im Einklang mit dem Weltkulturerbe steht”, so Öhlinger. Die Stadtregierung müsste dieser Weisung Folge leisten. Derzeit gäbe es zwar große Ansagen, aber in Wahrheit tut keiner dem anderen weh, so Kultursprecher der Liste JETZT, Wolfgang Zinggl. Bürgermeister Ludwig zeigte sich wenig beeindruckt. Kulturminister Blümel ließ verlauten, die rechtliche Stellungnahme Öhlingers prüfen lassen zu wollen.


Ideenwettbewerb der NEOS zur Gestaltung des Otto Wagner Areals: Sieger stehen fest!

Seit der von VBin Vassilakou ins Leben gerufenen Mediation mit den Bürgerinitiativen im Jahr 2012 und den nachfolgenden Expertenrunden 2013 ist an Lösungsvorschlägen nicht viel geschehen. Die von den von der Stadt Wien eingesetzten Experten empfohlenen Maßnahmen wurden nie umgesetzt. Begrüßenswert war daher die Initiative der NEOS Penzing, die Bevölkerung solle Vorschläge dazu machen, wie sie sich die Entwicklung dieses so besonderen Areals mit seinen Jugendstilpavillons, gelegen in einer einmaligen Parklandschaft, vorstellen könnte. Der erste Preis ging an den Verein “Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten” mit den Sprechern Christine Muchsel und Wolfgang Veit. Das Konzept knüpfte an die in der Mediation erarbeiteten Lösungsvorschläge an. Prämiert wurden auch ein Konzept für Gesamtheitsmedizin von Markus Meznik und der initiative Lösungsansatz für das Gesamtareal von Ivo Antunic. Drei zusätzliche Anerkennungspreise wurden ebenso vergeben.Vierzehn Arbeiten waren insgesamt eingereicht worden, eine Jury unter Vorsitz von Prof. Bernd Lötsch hatte die Einreichungen zu bewerten. Eine lebhafte Podiumsdiskussion ging der Preisverleihung voran, bedauerlicherweise gab es in den Medien keinerlei Resonanz, eine knappe OTS des NEOS Clubs war die einzige Information. Man kann nur hoffen, dass sich die Stadtregierung nun endlich auch einmal ernstlich mit dem Thema Otto Wagner Areal auseinander setzt, die Absicht, die CEU dort anzusiedeln, könnte ja einmal ein Anfang sein. Einhellig sprach man sich dafür aus, dass ein sozialmedizinisches Angebot am Standort erhalten bleiben soll. (JK)


Hochrangiger Besuch von UNESCO und ICOMOS in Fragen des Welterbes in Wien

Auf Einladung des Bundeskanzleramts und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Europa, Äußeres und Integration findet von 11. bis 14. November 2018 ein Expertenbesuch einer hochrangigen Delegation von UNESCO und ICOMOS in Wien statt. Am 12. November kamen unter der Leitung von Generalsekretärin von UNESCO Austria, Gabriele Eschig, im Ahnensaal der Bundesdenkmalamts auch kritische Stimmen von NGOs und ICOMOS Austria zu den derzeitigen Problemfällen zu Wort. Die Dauerbrenner Heumarktverbauung, Karlsplatz und Belvederestöckl wurden von den Referenten schonungslos zerpflückt und auf die rechtlichen und planerischen Schwachstellen hingewiesen. Besonders Toshiyuki Kono, Präsident von ICOMOS International und ICOMOS Experte Nicholas Clarke zeigten sich von den Beiträgen (Caviezel, Jäger-Klein, Lehne, Hueber, Vass, Rasinger, Schmidt, Landerer, Figl, Schuhböck und Neuwirth) sehr beeindruckt. ICOMOS berät die UNESCO Kommission, diese ist jedoch das Entscheidungsgremium. (JK)


ARENA-AUSTRIA auf der Hohen Warte?

Offener Brief an den Wiener Sportstadtrat Peter Hacker Continue reading


aufgeschnappt: “Einschüchterungsversuch” (derStandard, 5.Oktober 2018, S.36, Kommentar, L.Ungerböck)

Die sog “Aarhus-Konvention” ermöglicht die Beteiligung der Öffentlichkeit an Umweltprüfungsverfahren und sichert jedem Bürger das Recht auf Information über Projekte, Bauten, Industrieanlagen oder Straßen zu. Vor allem gibt es jedem Individuum das Recht, auch dagegen Rechtsmittel zu ergreifen.

Schließen sich die Menschen jedoch gegen ein Milliardenprojekt von ÖBB, Asfinag oder Flughafen mit anderen in einem Verein zusammen, wird ihnen unterstellt, sie wären Querulanten gegen vorgeblich im öffentlichen Interesse stehende Projekte. Wird nun Namen und Adresse jedes einzelnen Vereinsmitglieds verlangt, scheint das ein klarer Einschüchterungsversuch zu sein.


Tiller-Aussage macht Döbling zur Lachnummer

Der Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller versucht, sein endgültiges Scheitern im Kampf gegen das Parkpickerl mit einer Verschwörungstheorie zu erklären. Sechs Bezirksräte seiner ÖVP mussten für das Pickerl stimmen, weil sie “bedroht” wurden, sagte er in der ORF-Sendung “Wien heute” allen Ernstes. Der Reporter fragte nach: “Von wem wurden die Mandatare bedroht?” Tiller antwortete: “Von Damen und Herren, die in der Umgebung wohnen.” Der Bezirksvorsteher spricht in anderen Interviews auch immer wieder von der “Parkpickerl-Mafia”. Continue reading

30. September 2018: Tag des Denkmals – Begleitveranstaltungen der Aktionsgruppe “Bauten in Not” und der Initiative. DENKmal.KULTUR

“Schätze teilen” heißt das Motto des diesjährigen TAG des DENKMALS im Europäischen Kulturerbejahr 2018. Seit mehr als 20 Jahren können an diesem Tag interessierte Besucher ausgewählte Besonderheiten unseres Kulturerbes besichtigen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

Im Vorfeld (26.September 2018) wiesen Mitglieder der Aktionsgruppe “Bauten in Not”, der zahlreiche  Fachleute auf dem Gebiet Architektur und Stadtplanung angehören, in einer Pressekonferenz auf die Mängel des derzeitigen Denkmalschutzgesetzes hin. Sie forderten die Politik zum Handeln auf und riefen die Zivilgesellschaft zum Protest auf. Die Konvention von Granada (“Übereinkommen zum Schutz des architektonischen Erbes”) sei trotz unzähliger Ankündigungen nach 32 Jahren in Österreich noch immer nicht ratifiziert worden. Das Bundesdenkmalamt sei personell und finanziell überfordert, auch fehlten wirtschaftliche Anreize oder Kompensationen für Denkmaleigentümer, eine Erhaltungspflicht sei im derzeitigen Gesetz nicht enthalten.

Die Initiative.DENK.mal.Kultur widmete sich in einer Enquete (27.September 2018)zum Tag des Denkmals im Palais Dorotheum ebenso den Mängeln der derzeitigen rechtlichen Situation, in einem Positionspapier zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Baudenkmäler wird die Politik zum Handeln aufgefordert. (JK)


Immo-Skandale um Wiener Sportstätten mit Tradition

Ausgerechnet auf Forderung der Wiener ÖVP findet nun ein Sondergemeinderat zu einem leidigen Thema, nämlich den umstrittenen Liegenschafts-Deals, statt. Continue reading

Eklatante Sportplatznot in Döbling

Wieder einmal manifestiert sich die eklatante Sportplatznot in Döbling: Laut “Heute” musste die MA 10 (Wiener Kindergärten) nach Anrainerbeschwerden ein Fußball-Verbot für Hort-Kinder auf einem kleinen Hartplatz in der Gatterburggasse erlassen. Continue reading

Rot-Grün muss den Erhalt der Welterbestätten ernst nehmen (OTS0147, 07.09.2018, ÖVP Rathausclub)

Zahlreiche Initiativen und Bürgerinnen und Bürger würden sich für kulturelle Stätten und deren Schutz in Wien einsetzen, so GRin Olischar, ÖVP, anlässlich eines Besuchs der “Initiative Steinhof”. Großer Dank gebühre dem unermüdlichen und mehrheitlich ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen für das Weltkulturerbe. Der Stadtregierung scheint das Thema lästig geworden zu sein, ernsthafte Bemühungen der Stadtregierung würden vermisst. Es bräuchte gemeinsame Kraftanstrengungen und nicht den Plan – wie es die Stadt anscheinend vorhat – das ohnehin kleine Weltkulturerbeareal noch zu verkleinern.


Neue BürgerInneninitiative gegen die B 232

AnrainerInnen lehnen der Bau der B 232 ab.
Neue BürgerInneninitiative macht gegen sinnlose Straße mobil!

Seit vielen Jahren wehren sich engagierte AnrainerInnen und verkehrspolitisch Aktive in Floridsdorf gegen den Bau der B 232, ein völlig veraltetes Straßenbauprojekt, das völlig unnötigerweise eine neue Verkehrslawine den Bezirk bringen würde.
Am Samstag den 8. September 2018 um 14 Uhr findet eine Familien-Radfahrt gegen die B232 statt.

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“Wien behält Weltkulturerbe” ist Landtagspräsident Ernst Woller überzeugt

So zu lesen in der Wiener Zeitung (Papierversion vom 28./29.Juli 2018, S18). Skeptisch zeigt sich allerdings Gabriele Eschig, die Generalsekretärin der österreichischen UNESCO-Kommission. Man kommt nicht von der “Roten Liste”, wenn man nichts tut. Dass die UNESCO ein Auge zudrückt, wenn Wien verspricht, künftig keine solchen Hochhausbauten wie das Heumarktprojekt zuzulassen, hält sie für sehr unwahrscheinlich. Ob der Plan der Stadtregierung, die Welterbezone einfach zu verkleinern, damit der Heumarkt nicht mehr dazu gehört, aufgeht, ist sehr umstritten.