Eklatante Sportplatznot in Döbling

Wieder einmal manifestiert sich die eklatante Sportplatznot in Döbling: Laut “Heute” musste die MA 10 (Wiener Kindergärten) nach Anrainerbeschwerden ein Fußball-Verbot für Hort-Kinder auf einem kleinen Hartplatz in der Gatterburggasse erlassen. Continue reading

Rot-Grün muss den Erhalt der Welterbestätten ernst nehmen (OTS0147, 07.09.2018, ÖVP Rathausclub)

Zahlreiche Initiativen und Bürgerinnen und Bürger würden sich für kulturelle Stätten und deren Schutz in Wien einsetzen, so GRin Olischar, ÖVP, anlässlich eines Besuchs der “Initiative Steinhof”. Großer Dank gebühre dem unermüdlichen und mehrheitlich ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen für das Weltkulturerbe. Der Stadtregierung scheint das Thema lästig geworden zu sein, ernsthafte Bemühungen der Stadtregierung würden vermisst. Es bräuchte gemeinsame Kraftanstrengungen und nicht den Plan – wie es die Stadt anscheinend vorhat – das ohnehin kleine Weltkulturerbeareal noch zu verkleinern.


Neue BürgerInneninitiative gegen die B 232

AnrainerInnen lehnen der Bau der B 232 ab.
Neue BürgerInneninitiative macht gegen sinnlose Straße mobil!

Seit vielen Jahren wehren sich engagierte AnrainerInnen und verkehrspolitisch Aktive in Floridsdorf gegen den Bau der B 232, ein völlig veraltetes Straßenbauprojekt, das völlig unnötigerweise eine neue Verkehrslawine den Bezirk bringen würde.
Am Samstag den 8. September 2018 um 14 Uhr findet eine Familien-Radfahrt gegen die B232 statt.

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“Wien behält Weltkulturerbe” ist Landtagspräsident Ernst Woller überzeugt

So zu lesen in der Wiener Zeitung (Papierversion vom 28./29.Juli 2018, S18). Skeptisch zeigt sich allerdings Gabriele Eschig, die Generalsekretärin der österreichischen UNESCO-Kommission. Man kommt nicht von der “Roten Liste”, wenn man nichts tut. Dass die UNESCO ein Auge zudrückt, wenn Wien verspricht, künftig keine solchen Hochhausbauten wie das Heumarktprojekt zuzulassen, hält sie für sehr unwahrscheinlich. Ob der Plan der Stadtregierung, die Welterbezone einfach zu verkleinern, damit der Heumarkt nicht mehr dazu gehört, aufgeht, ist sehr umstritten.


Immobilien-Zampanos entdecken Wiener Fußballvereine (und deren Plätze)

Im Zuge des windigen Deals mit der Hohen Warte zeigte IG Immobilien vor, wie es gehen kann: Unter der Regie von Ex-Nationalbanker Adolf Wala “unterwanderte” die Nationalbank-Tochter ihren Vertragspartner, den First Vienna FC 1894. Continue reading

Abrisswelle historischer Häuser vorerst “gestoppt”: nur was passiert jetzt mit diesen vielen Hausruinen?

Noch schnell vor Inkrafttreten einer Bauordnungsnovelle am 1.Juli 2018 wurden unzählige Hauseigentümer in Wien aktiv. Die bekannten Abbruchfirmen konnten sich vor Aufträgen nicht retten. Da der Abbruch von Häusern, die vor 1945 errichtet wurden, erschwert werden sollte, kam man dem noch rasch zuvor. Ungeachtet ob sich in den Häusern noch Mieter mit unbefristeten Mietverträgen befanden, wurden Dächer eingerissen, Fassaden abgeschlagen und Fenster herausgerissen. Die Baupolizei hat ab 1.Juli 2018 diese bereits begonnenen Abbrüche (zB Mariahilfer Straße 166/168 oder Radetzkystraße) zunächst einmal gestoppt, nur wer diese Teilruinen wieder aufbauen soll/wird, das bleibt vorerst ein Rätsel. Geldstrafen und Blockade der Baumaschinen helfen den Bewohnern nicht!


Heumarkt – der Countdown läuft: mit konkreter Umplanung der Lothringer Straße in Vorbereitung zur Umsetzung des Heumarktprojekts wurde heute begonnen

Wie in einer Pressekonferenz der Wiener ÖVP heute zu erfahren war, fand am Nachmittag eine erste Planungsbesprechung (“Audit zur Planungsfreigabe”) zur konkreten Umgestaltung der Lothringerstraße in Vorbereitung zur Umsetzung des Heumarktprojekts statt. Die Fahrbahn soll wieder in Richtung Innere Stadt zur Schule hin verschoben werden. Die Bezirksvertretung der Inneren Stadt ist hier nicht eingebunden, wird aber als Hauptbetroffene dagegen protestieren. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass erst vor wenigen Jahren um viele Millionen eine Neugestaltung und Begrünung der Lothringer Straße stattgefunden hat.

Während von allen politischen Parteien immer wieder betont wird, wie sehr sie das Weltkulturerbe schützen wollen, findet anscheinend still und heimlich das Bauverfahren statt.(JK)


28.Juni 2018: Fragestunde im Wiener Landtag: Weltkulturerbe wird nicht in der Wiener Bauordnung verankert

Anfragen der Opposition (Fürnkranz, FPÖ und Olischar, ÖVP) an Landeshauptmann Dr. Michael Ludwig, den Schutz der Welterbestätten in der Wiener Bauordnung zu verankern, verliefen im Sand. Wien hätte einen großen Teil der Stadt (Anm: 2% !) zum Welterbe erklärt, derzeit werde diskutiert, den Welterbe-Status auf einen Kernbereich der Innenstadt zu konzentrieren. Der Schutz des Welterbes und die Entwicklung der Stadt müssten vereinbar sein. Wien halte die Verpflichtungen der UNESCO für den Erhalt des Welterbes umfassend ein. Die Innenstadt sei zur Schutzzone erklärt und gemeinsam mit dem Denkmalschutz einzelner Objekte sei dadurch das gesamte Ensemble der Innenstadt gesichert. Betreffend das Bauvorhaben am Heumarkt sei die Stadt in laufenden Gesprächen mit der UNESCO, so Landeshauptmann Ludwig laut Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien. Dass diese Sichtweise nicht von allen geteilt wird, versteht sich von selbst. (JK)


Weltkulturerbe Wien Historisches Zentrum – VBin Vassilakou und BM Blümel jubeln fast “wortgleich”

Was ist geschehen? In der UNESCO Welterbe Sitzung in Bahrain wurde der Stadt Wien der Welterbestatus nicht aberkannt, allerdings bleibt Wien nach wie vor auf der “Roten Liste” der gefährdeten Kulturgüter. Österreich hat bloss Aufschub bekommen, den vertraglichen Vorgaben der UNESCO bis 2019 Rechnung zu tragen. In der Haltung der Stadt zum umstrittenen Heumarktprojekt in der Welterbekernzone hat sich jedoch bisher nichts geändert, der Investor hat über die Medien ausrichten lassen, dass er nicht daran denke, an den Plänen für das Heumarkprojekt etwas zu ändern. (Anm: warum sollte er auch, die von ihm gewünschte Anlasswidmung hat er durchgebracht – und weder die Volksanwaltschaft noch die Bundesregierung konnten sich bisher dazu aufraffen, diese beim VfGH überprüfen zu lassen)

Ungeachtet der Kritik der seitens der UNESCO bestellten Gutachter wurde gestern auch die Umwidmung am Karlsplatz mit Regierungsmehrheit beschlossen, damit sind die Aufstockungen neben der Karlskirche rechtlich möglich geworden, seitens der SPÖ Rathauspolitik (Landtagspräsident Woller, OTS0205) wird die Entwicklung als großer Erfolg gelobt. (JK)


Döblinger Heurigengegend wird zubetoniert

Neuesten Informationen zufolge hat RAIFFEISEN in der Döblinger Paradisgasse das Haus Nr. 24 (ehem. Heuriger Wagner, erbaut 1955) sowie die Häuser Nr. 26 und 26a erworben. Alles wird abgerissen, ein riesiger Wohnkomplex entsteht. Auch auf der gegenüber liegenden Straßenseite werden die naturbelassenen Gärten neben dem Heurigen Haselbrunner-Hengl verbaut. Auf einem entsprechenden Transparent wird bereits die Errichtung von Luxuswohnungen angekündigt. Continue reading

Gibt’s Stadion-Skandale nur in Russland?

 

Die “Krone” berichtet in einem WM-EXTRA über Stadion-Skandale in Russland. Im Veranstalterland der Fußball-WM 2018 gibt’s kaum ein WM-Stadion, bei dessen Errichtung bzw. Umbau nicht Korruption im Spiel wäre. Vor Beginn der Fußball-WM schauen die Medien natürlich gern ins ferne Russland. Aber Moskau ist weit. Vielleicht würde auch ein Blick aus den Fenstern der Redaktionsstuben im Pressehaus auf die – nur wenige Tormannausschüsse entfernte – Naturarena Hohe Warte genügen, um bei der Suche nach Skandalen fündig zu werden? Continue reading

Hohe Warte: “Derby of Love” vor toller Kulisse

Trotz der ORF-Liveübertragung kamen 3.500 Fans zum “Derby of Love” in die herrliche Naturarena auf der Hohen Warte. Das freundschaftliche Duell der Traditionsvereine konnte die Vienna mit einer ansprechenden Leistung gegen den Wiener Sportclub knapp 2:1 gewinnen. Vor dem Match wurde der Vienna-Legende Hans Buzek zum 80. Geburtstag gratuliert. Der einstige Torjäger bekam ein blau-gelbes Trikot mit der Rückennummer 80 als Geschenk und durfte den Ankick machen. Continue reading

NEOS Wien starten Ideenwettbewerb der Bevölkerung zur Zukunft des Otto-Wagner-Areals

NEOS Wien und NEOS Penzing nehmen einen neuen Anlauf für eine adäquate Weiterentwicklung und eine sinnvolle Nachnutzung des Otto Wagner Areals. Nach der medienwirksam verkauften, von VBin Vassilakou initiierten, Mediation in den Jahren 2012/13 ist es um die Zukunft der berühmten Jugendstilpavillons still geworden. Es gibt nach wie vor kein Gesamtkonzept, der VAMED Monsterbau im Osten wurde mit Billigung des Bundesdenkmalamts noch beträchtlich weiter ausgebaut, GESIBA Wohnbauten breiten sich im denkmalgeschützten Areal weiter aus, hunderte Bäume wurden dafür gefällt, weitere Fällungen sollen folgen. Ob die derzeit angedachte Zweigstelle der Soros Universität in einigen der Pavillons für das Gesamtareal eine wünschenswerte Entwicklung einleiten könnte, werden erst die noch ausstehenden Verträge zeigen.

Die Bevölkerung ist eingeladen bis 15.September 2018 Vorschläge, Wünsche und Visionen für das Areal zu präsentieren, die besten Ideen werden prämiert. Rückfragen bei NEOS Penzing, Wolfgang Gerold, NEOS Bezirksklubobmann, +4317168930, wolfgang.gerold@neos.eu

 


ÖVP lädt NGOs und Bürgerinitiativen am 13.April 2018 zu einem “Runden Tisch Weltkulturerbe”

Mit etwa 50 Vertretern diverser NGOs und Bürgerinitiativen diskutierten am 13. April 2018 BM Blümel und Stadtrat Wölbitsch die verfahrene Situation der Hochhauswidmung am Heumarkt, die der Stadt Wien die Aberkennung des Weltkulturerbestatus durch die UNESCO bringen könnte. Man plane, den Schutz des Welterbe-Status in der Stadtverfassung zu verankern, das gelte allerdings dann nur für die Zukunft. Es sei dies notwendig, da die rot-grüne Stadtregierung in den letzten Jahren den Welterbestatus bei der Stadtplanung immer wieder außer Acht gelassen habe. Während die FPÖ eine Verordnungsprüfung der vom Investor gewünschten Anlasswidmung am Heumarkt beim VfGH verlangt, zeigen sich die ÖVP Vertreter hier eher zurückhaltend, obwohl auch die Volksanwaltschaft (Dr. Brinek, ÖVP) hier einen eklatanten Missstand festgestellt hat. Nur wenn die bereits von rot-grün im Juni 2017 beschlossene Anlasswidmung rückgängig gemacht werden könnte, würde dem umstrittenen Hochhausprojekt am Heumarkt die Rechtsgrundlage entzogen. (JK)


Architekt Gustav Peichl kritisiert die Freundschaftswidmungen der Stadt Wien: “was die Stadt Wien gerade aufführt mit ihren Umwidmungen, etwa beim Eislaufplatz am Heumarkt, das geht nicht!”

Der Architekt und Karikaturist Gustav Peichl feiert seinen 90.Geburtstag. Scharfzüngig geht der Jubilar mit den Widmungsverfahren der Stadt Wien ins Gericht. “Ich bin nicht gegen Hochhäuser. Ich sage nur eins: Hochhäuser dort, wo sie hingehören.” Obwohl er selbst Hochhäuser baute, sieht Peichl am Heumarkt keinen Platz für ein Hochhaus. Ein Bau an diesem Standort dürfte nie so hoch sein und müsste wenigstens um ein Drittel weniger Kubatur aufweisen. Das derzeitige Heumarkt Projekt sei “entsetzlich”, es erinnere an eine Kiste mit Löchern. “Architektur ist dann gut, wenn die Summe aus Form, Funktion und Material stimmt.” (Interview im Profil 11/2018 und Sendung Wien Heute am 17.3.2018)