Buchtipp: “Blau-Gelb ist mein Herz”

Der First Vienna Football Club ist seit seiner Gründung im Jahr 1894 eine Institution des Wiener Fußballs. 

Bislang fehlte jedoch eine umfangreiche Darstellung der Geschichte des ältesten Fußballklubs Österreichs und sechsmaligen österreichischen Meisters.
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Leistbares Wohnen auf ehem. Vienna-Parkplätzen war auch nur ein Schmäh


Den Schmäh vom leistbaren Wohnen hat schon der ehemalige Wohnbaustadtrat Werner Faymann (SPÖ) erzählt, als er den viel zu günstigen Verkauf der Vienna-Parkplätze auf der Hohen Warte an die Nationalbank-Tochter IG Immobilien begründen musste. Continue reading


OTS0038, 19.07.2017. NEOS Club im Rathaus: “Noch immer gibt es kein Nachnutzungskonzept für das Otto Wagner Areal am Steinhof”

Vier Jahre nach Ende des Mediationsverfahrens und drei Jahre nach Beauftragung der Wiener Standort Entwicklung GmbH (WSE) “stünde die Stadt Wien anscheinend nach wie vor mit leeren Händen da”. Das Konzept der WSE, das angeblich seit Dezember 2016 vorliege, solle nun “unveröffentlicht in einer Schublade verschwinden”. Gekostet hätte dieses Konzept 405.405,60 Euro brutto plus 139.376,00 Euro für Kommunikationsmaßnahmen, wie eine schriftliche Anfrage der NEOS ergab. Die im Mai 2017 von den Stadträtinnen Vassilakou und Frauenberger verkündete Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), um einen Uni-Standort zu prüfen, sei auch im Sand verlaufen.


VAMED eröffnet in Steinhof Erweiterungsbau mit Zentrum für Neurorehabilitation

Sandra Frauenberger, die neue Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen, eröffnete heute das Zentrum für Neurorehabilitation, einen Erweiterungsbau in der historischen Landschaft der Jugendstilpavillons des Otto Wagner Spitals am Steinhof. War das orthopädischen Rehazentrum von den meisten Experten schon bisher als eklatanter Architektur Verstoß in der denkmalgeschützten Gesamtanlage gesehen worden, muss doch die medizinische Notwendigkeit der Einrichtung auch beachtet werden. Dass genau daneben bereits die ersten vier Wohnblöcke der GESIBA im Entstehen sind, scheint die Betreiber nicht zu stören, auch nicht, dass 98 gesunde Bäume im Süden der medizinischen Einrichtung für die Wohnbauten gefällt wurden. Viele schöne Worte für die traditionelle Anlage waren heute zu hören, auch viel Lob für die wunderbare grüne Umgebung, die man gerade weiter zu zerstören im Begriff ist.  (JK)


Komet – Rückschlag

Der Verwaltungsgerichtshof hat die außerordentliche Revision der Bürgerinitiative Kometgründe gegen die für das geplante Hochhausprojekt erteilte Baubewilligung von 2013 zurückgewiesen.
Diese Baubewllligung ist damit rechtskräftig. Der Bauwerber HPD könnte mit dem Bau, der von ihm – neben der auch eingereichten großen Projektariante – eingereichten kleineren Variante (ohne die ehemalige Häuser Fabriksgasse 14 und 16) beginnen. Allerdings hat er für die kleinere Version  noch keine Gewerbeberechtigung für das Betreiben der Tiefgarage eingereicht.  Ob der Betreiber sich nun für die kleinere Variante entscheidet, und die verbleibenden Grundstücke unabhängig vom Großprojekt z.B. mit Wohnungen verbaut, oder auf die weiteren Urteile des Gerichts bzgl. der größeren Variante warten wird, werden wir sehen. Beides hat für den Betreiber Vor- und Nachteile. Im Gewerbeverfahren werden wir jedenfalls Einspruch erheben.
GC


“Change” und “Interchange”: werden diese Vokabel seitens der Wiener Stadtregierung bei der Welterbeanerkennung des Historischen Zentrums absichtlich verwechselt?

Am 13.Dezember 2001 wurde das Historische Zentrum Wiens auf eigenen Wunsch von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

der Originaltext lautet:

“The Urban and architectural qualities of the Historic Center of Vienna bear outstanding witness to a continuing interchange of values throughout the second millenium. Three periods of European cultural and political development – the Middle Ages, the Baroque period an the Gründerzeit - are excellently well illustrated by the urban and architectural heritage of the Center of Vienna.”

Abweichend von diesem Originaltext spricht die Wiener Stadtregierung, insbesonders Frau VBin Vassilakou und Herr GR Chorherr, immer wieder davon, dass die Auszeichnung ua deshalb verliehen wurde, “da die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten des historischen Zentrums von Wien überragende Zeugnisse eines fortwährenden Wandels von Werten während des zweiten Jahrtausends wären” (APA Meldung vom 6.7.2017).

Die UNESCO hat in ihrer Begründung das harmonische Zusammenspiel (“interchange”) der drei Architekturepochen betont, was man jetzt gerne anders sehen will. Die Welterbekernzone macht gerade einmal weniger als 2% der Stadtfläche Wiens aus und soll nicht den Immobilienspekulanten geopfert werden.  (JK)


UNESCO setzt Wien auf die “rote Liste”,

man kann gespannt sein, wie die Wiener Stadtpolitik jetzt reagieren wird.


Flächenwidmung Donaufeld Ost

Donaufeld Ost FlächenwidmungRechte Parteien lehnen Stellungnahme des Floridsdorfer Bauausschusses mit Verbesserungsvorschlägen zur Flächenwidmung Donaufeld ab.

Der Floridsdorfer Bauausschuss hat am Mi., 14. Juni 2017 eine Stellungnahme zur Flächenwidmung Donaufeld mit Verbesserungsvorschlägen zur Beschlussfassung empfohlen. In der am gleichen Tag abgehaltenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde von den Grünen noch eine Umweltvertäglichkeitsprüfung als Ergänzung zur Stellungnahme beantragt. Die Freiheitlichen beantragten überraschend in der Bezirksvertretung eine ablehnende Stellungnahme, deren inhaltliche Argumentation teilweise in die gleiche Richtung zielte wie die Stellungnahme des Bauausschusses, aber zu einer gegenteiligen (ablehnenden) Schlussfolgerung kam. Continue reading


“Frisches Gemüse aus der Region Wien”

Die Rathauswerbebroschüre “Mein Wien”, Mai 2017, die an alle Haushalte verteilt wird, lobt mit einem Foto von Stadträtin Sima den Gemüseanbau in Wiener Gärtnereien. So schaffe man Arbeitsplätze und kurze Transportwege würden die Umwelt schonen. Dass man gleichzeitig in Floridsdorf diese Gärtnereien wegen großflächiger Wohnbauprojekte im Donaufeld gerade abschafft, wird verschwiegen. (JK)


Flächenwidmung Donaufeld in der öffentlichen Auflage

Nach längeren engagierter und auch kontroverser öffentlicher Diskussion und drei Jahren Bürgerbeteiligung ist nun die neue Flächenwidmung für das Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld in der öffentlichen Auflage.  Bis 8. Juni 2017 besteht die Möglichkeit einer Stellungnahme zum Entwurf für den ersten Teil westlich der Dückegasse.

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Fachleute der Architektur- und Kulturszene protestieren gegen die geplante Umwidmung des Heumarktareals und fordern eine Annulierung der für 1.Juni 2017 geplanten Abstimmung im Gemeinderat

Aus Anlass der für Mittwoch, 10.Mai 2017 angesetzten Sitzung des Planungsausschusses des Wiener ‘Gemeinderats luden heute prominente Exponenten der Architekturszene und Vertreter zahlreicher Kulturorganisationen zu einer Pressekonferenz. Bereits 1964 war das damals errichtete Hotel Intercontinental als “Masse ohne Maß” bezeichnet worden, es jetzt doppelt so groß neu errichten zu wollen, sei eine stadträumliche Bruchlandung in der Ringstraßenzone. Continue reading


Causa Heumarkt: Erbitterte Debatten im Gemeinderat am 4. und 5. Mai 2017

Bereits beim von den NEOS verlangten Sondergemeinderat (§21 Abs 4 WStV) am 4. Mai kam es zu einem heftigen Schlagabtausch der Projektbefürworter und der Projektgegner. So könne keine Stadtplanung stattfinden, äußerte GRin Meinl Reisinger gleich im Eröffnungsreferat heftige Kritik über die Vorgangsweise beim Heumarktprojekt. Wären früher die Grünen immer für die Mitsprache der Bevölkerung bei Investorengroßprojekten eingetreten, hätten sie das jetzt völlig vergessen. Der mögliche Verlust des Welterbeprädikats durch das umstrittene Bauprojekt sei eine kulturpolitische Frage, mit Unterzeichnung der Welterbekonvention hätte sich Österreich verpflichtet, die Welterbestätten auf seinem Territorium zu schützen. Sollte der Verlust dieser Auszeichnung drohen, müsste zumindest die Bevölkerung gefragt werden, fordern die NEOS. Continue reading


Dauerbrenner Anlasswidmung am Heumarkt: “Was geschieht mit den 600 Stellungnahmen aus der Bevölkerung?”

Für 1.Juni 2017 ist die Beschlussfassung des Gemeinderats zu der umstrittenen Umwidmung des Heumarktareals (PD 7984) angesetzt. Es handelt sich um eine von einem Investor gewünschte Anlasswidmung, der neue Entwurf des Plandokuments ist genau auf die Kubaturwünsche des Bauwerbers zugeschnitten. Wie von der Wiener Bauordnung vorgesehen, kann sich die Wiener Bevölkerung während der gesetzlich vorgesehen Auflagefrist mit Stellungnahmen dazu äußern. Laut MA 21 haben das etwa 600 Leute getan. Einige der Stellungnahmen stammen von anerkannten Fachleuten, zB aus dem Bereich Architektur, und wurden auch öffentlich gemacht. Continue reading


“Was der Osterhase unseren Projektentwicklern bringt”

In der online Version der ”Presse” vom 20.Dezember 2016 gab es unter Leben/Lebensstil/Kolumne zum Tag einen erfrischenden Beitrag von Wolfgang Freitag mit dem Titel: “Was das Christkind unseren Projektentwicklern bringt”. Da dieser Text nichts an Aktualität eingebüßt hat, soll hier “österlich” daran erinnert werden. Continue reading


“Stadtgeflüster – laut gedacht” hochkarätig besetzte, spannende Podiumsdiskussion zum Heumarktprojekt

Die Fachschaft Architektur der Wiener TU lud am 4.April 2017 zu diesem heißen Thema zu einer Podiumsdiskussion, um den Studenten und Studentinnen eine “Information aus erster Hand” zu bieten. Das Interesse war enorm, der Hörsaal war bis zum letzten Stehplatz gefüllt.

Moderiert von Albert Kirchengast, ETH Zürich, diskutierten Nott Caviezel, Denkmalpflege, Christian Kühn, Studiendekan für Architektur, TU Wien, Christoph Luchsinger, TU Wien, Erich Raith, TU Wien und Andreas Vass, Österreichische Gesellschaft für Architektur. Christian Kühn, auch mit zahlreichen kritischen Beiträgen zum Thema Stadtplanung in der “Presse” bekannt, bezeichnete sich nicht als Gegner sondern als Kritiker des viel zu hohen und zu voluminösen Projekts, man habe verabsäumt 2013 die “Reißleine” zu ziehen, als klar war, dass aus den Vorgaben kein gutes Ergebnis zu erzielen wäre. “Auch wenn viele Köche beteiligt gewesen seien und dann eine versalzene Suppe rauskomme, müsste man sie eben wegschütten”. Die Stadt habe sich vom Investor treiben lassen. Christoph Luchsinger sieht das naturgemäße anders, er war Verfasser des neuen Hochhauskonzepts und Moderator für Stadt und Investor in der 2016 verordneten Nachdenkphase. Obwohl er keine Bewertung des Projekts wegen Befangenheit vornehmen wollte, verteidigte er die wenig konkreten Vorgaben des Masterplan Glacis und des Hochhauskonzepts. Im Gegensatz dazu forderte Andreas Vass solche Vorgaben ein, es müsse Normen geben, man könne nicht alles mit ”Aushandlungsprozessen” lösen. Viel Diskussion gab es auch um den nun doch geplanten Abriss des Hotel Intercont. Die einmalige Chance, nun diese aus der Zeit verständliche “Fehlplanung” zu korrigieren, werde vertan, indem man das Hotel nun größer und klobiger in der selben Art nachbauen wolle. “Wien mache sich damit zum Vollidioten”, so Kühn. Otto Kapfinger meldete sich aus dem Publikum zu Wort, der Investor habe immer gewusst, was er dort wolle. Dass das Hotel nicht zu sanieren wäre, hätte jeder gewusst, der sich die Bausubstanz näher angeschaut hätte. Trotzdem hätte man das Weinfeld Projekt zum Sieger erklärt. (JK)