BürgerInnenbeteiligung in der Stadt – eine Veranstaltung der AK Wien am 8.April 2013

Kurzbericht

Zu diesem spannenden und hochaktuellen Thema waren interessante Experten aus dem In- und Ausland geladen, das hochmotivierte Publikum diskutierte heftig mit.

Norbert Kersting aus Münster eröffnete bereits mit einem wesentlichen Statement aus einer Bertelsmann Studie, 81% der Bürger würden sich mehr politische Beteiligung wünschen, nur 22% glauben aber, dass diese Mitbestimmung durch die Politiker gewollt ist.

Hauptthema war, wie die Beteiligung schwer erreichbarer Gruppen verstärkt werden könne, da sich hauptsächlich  Menschen mit höherem Bildungsgrad in Beteiligungsprozesse einbringen würden. Dies führe zur nicht ganz berechtigten Kritik, dass hier nur egoistische Bürger mit Eigeninteressen vertreten wären. Es sei aber ungerecht, engagierten Bürgern das Interesse am Gemeinwohl grundsätzlich abzusprechen und nur der Politik, die ja auch Fehler mache, alle Entscheidungen überlassen zu wollen.

Da der Druck in Richtung Beteiligung steige, müssten neue Formen der Mitbestimmung gefunden und weiterentwickelt werden. Dieses Manko ist den Politikern längst bekannt, eine Reaktion der Politik darauf fehlt jedoch weitgehend.

Eine lebhafte Diskussion dazu schloss die interessante Veranstaltung ab.

Referenten waren: Norbert Kersting, Universität Münster: Johanna Klatt, Göttinger Institut für Demokratieforschung: Thomas Ritt, AK Wien; Hans Emrich, Lokale Agenda 21; Andrea Breitfuss, Gebietsbetreuung 3. Und 11.Bezirk; Alexandra Strickner, ATTAC Österreich; Rolf Prigge, Universität Bremen.

An der abschließenden Podiumsdiskussion nahmen weiters GRin Jennifer Kickert, Margarete Meixner und Josef Taucher teil.

Johanna Kraft