Otto Wagner Spital am Steinhof: “probeweises Testplanungsverfahren” soll im Juli beginnen

Zur Erinnerung: Massive Bürgerproteste begleiteten im Herbst 2011 die erstmals öffentlich gemachten Bebauungspläne des Ostareals des OWS durch die gemeindenahe GESIBA. Ein “Herzstück” der Fläche war zudem bereits mittels einer Leasingkonstruktion an die VAMED verkauft worden, sie errichtet bereits innerhalb der denkmalgeschützten Jugendstilanlage ein riesiges Rehabilitationszentrum, das als Fremdkörper das ganze Areal dominiert und das Ensemble empfindlich stört.

Bürgermeister Häupl verordnete daher im Herbst: “Zurück an den Start”, Vizebürgermeisterin Vassilakou bot ein Mediationsverfahren an. Da in der Mediation kein Konsens über die weitere Bebauung des Ostens gefunden werden konnte, setzte die Stadt Wien zur Lösung dieser Frage ein vorwiegend aus Architekten bestehendes Expertengremium ein. Dessen “Ergebnis” lag am 3.April 2013 vor (siehe Rathauskorrespondenz vom 03.04.2013). Neun Vorschläge wurden darin den Stadtpolitikern und der Öffentlichkeit präsentiert. Die wesentliche Frage, ob aus ökologischen, denkmalschutzrechtlichen, architekturhistorischen Gründen überhaupt an eine weitere Verbauung dieses sensiblen Randgebiets des Wienerwalds zu denken sei, wurde leider von den Experten nicht beantwortet.

Ein “vorläufiges Testplanungsverfahren” wurde vorgeschlagen, das Expertengremium wählte sechs Architektenteams dafür aus. Die Teams sollen “städtebauliche Lösungen” erarbeiten, die Kosten dafür übernimmt die GESIBA.

Die Vertreter der Bürger und Bürgerinnen sind überaus skeptisch und werden die Entwicklung weiterhin kritisch beobachten.