Diskussion um Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld voll angelaufen

Nach der Präsentation des Leitbilds Donaufeld am 10. Oktober ist die Diskussion um das Stadtentwicklungsgebiet voll entbrannt. Die Donaufelder Bürgerinitiative fordert die Erhaltung und rasche Ausgestaltung von mindestens einem Drittel der Fläche als Grünzug und volle Information und Einbindung in alle Entscheidungsprozesse!

Während einzelne Politiker offenbar bereits über eine Studie im Umfang von 300 Seiten informiert sind (Heute am 11.10. und Krone am 7.11.), wurden  diese detaillierten Pläne der Öffentlichkeit immer noch nicht zugänglich gemacht. Eigentlich ist nicht einzusehen, warum das Ergebnis einer Arbeit, die mit unseren Steuergeldern finanziert wurde, so  lange der Öffentlichkeit vorenthalten wird. Von der MA 21 wurde zwar die Seite www.zielgebiete.at/donaufeld/ wieder angelegt, aber neue Information ist dort bisher noch keine zu finden. Andernorts wirbt die Stadt Wien immer noch mit einem Foto vom Donaufeld für die sogenannte “Gemüsehauptstadt Wien“.

Inzwischen ist eine Internet-Petition zu Bebauung des Donaufeldes  (http://www.avaaz.org/de/petition/Petition_zur_Bebauung_des_Donaufeldes/?copy) gestartet worden, in der sich die UnterzeichnerInnen für den Erhalt der Lebensqualität in der Region und gegen eine allzu dichte und hohe Verbauung einsetzen. Angepeilt werden zumindest 2000 Unterschriften. Es wurde auch eine Facebook-Gruppe mit dem Titel „Donaufeld erhalten“ (https://www.facebook.com/groups/431585090280808) zum Informationsaustausch über die aktuellen Entwicklungen im Stadtentwicklungsgebiet angelegt, und auch die Donaufelder Bürgerinitiative und auch die Floridsdorfer Grünen berichtet von den einsetzenden Diskussionen (http://donaufeld.buergerprotest.at/plan.html bzw. http://donaufeld.wordpress.com/2013/10/16/leitbild-donaufeld-erfolgreicher-startschuss/).

Unsere Forderungen:

  • Wir wollen verbindliche Abläufe mit Beteiligung der AnrainerInnen an allen Entscheidungen!
  • Wir wollen Donaufeld als letztes Gemüsefeld in der Stadt erhalten.
  • Wir wollen ein Maximum an Grünflächen (mindestens ein 1/3 des Gebietes = 20 ha) für Erholung, Gemüsegärten und ein kühlendes Mikroklima erhalten.
  • Wir wollen eine “Stadt der kurzen Wege“: Dafür braucht es Anreize zur Gewerbeansiedlung, um sowohl Wege zum Einkauf, als auch zum Arbeitsplatz zu verkürzen.
  • Wir wollen in Donaufeld den ersten Stadtteil verwirklicht sehen, der im Kern ganz den Menschen vorbehalten und frei von Autoverkehr ist. Garagen und Carsharing sind an den Rändern vorzusehen.
  • Wir fordern städtebauliche Verträge zw. Bauträgern und Stadt zum Zwecke der Errichtung von Einrichtungen für die Allgemeinheit.

Weiterführende Information finden Sie auf http://donaufeld.buergerprotest.at/plan.html.