Wiener Wohnbau Forschungs Tage 2013 – Workshop 13: “Wohnen in der wachsenden Stadt” – eine Veranstaltung im Kuppelsaal der TU am 12.Dezember 2013

Seit dem Jahr 2004 stellt die Magistratsabteilung 50 (Stadtrat Ludwig) regelmäßig die Ergebnisse der im Bereich Wohnen und Stadterneuerung vergebenen Forschungsprojekte der Öffentlichkeit vor. Im Rahmen der Wiener Wohnbauforschung werden jeweils aktuelle Forschungsschwerpunkte und Fragestellungen zu diesem Thema definiert und von Experten bearbeitet. Mindestens 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an diesem Workshop zeigten das große Interesse der Bevölkerung an den Themen dieses Nachmittags: Können Gründerzeitviertel Wiens noch einen Beittrag zum Stadtwachstum leisten? Welche Strategien sind angesichts neuer gesellschaftlicher Anforderungen für die Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes der 1950er, 60er und 70er Jahre zu verfolgen? Welche Maßnahmen und Beteiligungsformen braucht es, um die Bevölkerung in Veränderungsprozesse einzubinden? Wie können die für das Alltagsleben der StadtbewohnerInnen so bedeutende Grün- und Freiflächen qualitätsvoll gestaltet und langfristig erhalten werden? Wie können alternative Mobilitätsformen im Wohnbau unterstützt werden?

In einem Eingangsreferat behandelte Margrit Hugentobler die Strategien in Zürich. Über Wachstumspotentiale gründerzeitlicher Stadtquartiere im Wiener Gürtelbereich berichteten Kurt Smetana und Florian Brand. Die Berücksichtigung von Grün- und Freiräumen in diesem ohnehin dichtest verbauten Gebiet kam mM dabei etwas zu kurz, das Hauptanliegen dieser Arbeitsgruppe war weitere Verdichtung und Verbauung jeglicher noch bestehender ungenützter Baulücken.

Die Ideen der Gruppe Lammerhuber, Rajek und Schenekl zur Verbesserung der bestehenden Wohnhausanlagen der 60er und 70er Jahre (zB Autokaderstraße in Floridsdorf) waren interessant, möglicherweise aber etwas unrealistisch, wie in der Diskussion angemerkt wurde. Dem wichtigen Thema Grün- und Freiflächen im Wohnbau bei knappen Mitteln widmete sich Gisa Ruland und zeigte neben deren eminenter Bedeutung auch die Probleme Kosten und Pflege auf, auch das Thema der Schattenlagen, wenn die Gebäude zu hoch sind.

Über Fahrrad freundliche Wohnbauten und Wohnzufriedenheit referierte sehr interessant Michael Szeller. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde der Film “How to live in Vienna?” im Künstlerhaus gezeigt.

Das angekündigte Thema: “Welche Maßnahmen und Beteiligungsformen braucht es, um die Bevölkerung in Veränderungsprozesse einzubinden” wurde leider an diesem Nachmittag nicht weiter behandelt.

jk