Projektidee Oase Donaufeld bei Ideenwettbewerb nominiert

Im November wurde das Projekt Oase Donaufeld beim Ideenwettbewerb ELLA der Lokalen Agenda 21 eingereicht. Dabei geht es darum, dass der im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld geplante Grünzug frühzeitig als Erholungsgebiet bzw. als gemeinschaftlicher Obst- und Gemüsegarten von heutigen AnrainerInnen und zukünftigen BewohnerInnen gemeinsam geplant und gestaltet wird! Im Dezember wurde die Projektidee unter den eingereichten Projekten in die engere Auswahl für die Prämierung durch eine ausgewählte Jury nominiert.

Die Verbauung von über 40 ha Grünfläche in Donaufeld stößt nicht nur auf Beifall von Wohnungssuchenden, sondern auch auf Kritik von AnrainerInnen und NaturschützerInnen. Um ein konstruktives Gesprächsklima, einen Interessensausgleich und letztlich einen attraktiven Stadtteil zu schaffen, sollte die Ausgestaltung der vorgesehenen Grünflächen als Kooperationsprojekt von LandschaftsplanerInnen, AnrainerInnen und zukünftigen BewohnerInnen frühzeitig in Angriff genommen werden.

Bisher ist die Weite des Donaufelds noch das Alleinstellungsmerkmal dieser besonderen Stadtregion! Derzeit bietet sich hier noch Erholung in Ruhe in urbaner Umgebung mit dem Nebeneffekt, dass auch gesundes Gemüse auf guten Böden in direkter Wohnumgebung gezogen wird.
Die nahegelegene Alte Donau ist ein wichtiger Erholungsraum in schönem Ambiente für alle WienerInnen, aber insbesondere für die unmittelbaren AnrainerInnen. Sie hat jedoch in letzter Zeit durch viele überdimensionierte Wohnbauten, die neben meist einstöckigen Gebäuden als irritierende Fremdkörper erscheinen, bereits viel von ihrem alten Charme verloren.
Angesichts der großen Bauvorhaben in der Region müssen wir uns besonders anstrengen, damit Donaufeld attraktiv bleibt, wovon wir alle profitieren werden.

Umsetzung:

  • Rasche Auswahl der ersten für die Stadt verfügbaren Flächen am geplanten Grünzug im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld. Teilweise sind Grundstücke im Bereich des geplanten Grünzugs im Eigentum von Wohnbauträgern. Hier sollte die Stadt Wien (bzw. der Wohnfonds) möglichst rasch einen Grundstückstausch vornehmen, damit diese Gründe als Grünflächen entwickelt werden können.
  • Bürgerbeteiligung
    • Möglichst frühe Einbindung der zukünftigen BewohnerInnen (bei der Voranmeldung für eine Wohnung) bei der gemeinsame Planung der Grünräume durch LandschaftsplanerInnen, AnrainerInnen und zukünftige BewohnerInnen
    • Gemeinsame Gestaltung und Nutzung der Grünräume durch derzeitige AnrainerInnen und zukünftige BewohnerInnen
  • Frühzeitge und gemeinschaftliche Definition von erhaltenswerten Freiflächen (die Weite des Donaufelds erhalten).
  • Die alteingesessenen Donaufelderinnen und Donaufelder pflanzen gemeinsam mit den neu Zugezogenen ihren eigenen Wald: Die Setzlinge werden gemeinsam gepflanzt und mit den Namen der „PatInnen“ markiert.

Ziele:

  • Möglichst viel Grünfläche (mindesten 20 ha) in Donaufeld soll erhalten, bzw. neu gestaltet (für Erholung und ein kühlendes Mikroklima) und öffentlich zugänglich gemacht werden.
  • Nachbarschaftsgärten, Selbsterntefelder, Obstgärten und Wiesen signalisieren den vielfältigen Charakter von Donaufeld und bieten Raum für Erholung und Ausgleich
  • Kommunikation: Im Zuge der Planung des Grünzugs und dann natürlich auch bei der gemeinsamen Nutzung wird das Gespräch zwischen Alteingesessenen und NeuzuzüglerInnen ohne besondere Inszenierungen gefördert, wo ansonsten oft sehr isoliert gelebt wird, oder sogar Vorurteile herrschen.

Auch wenn die Weiterentwicklung der Stadt unausweichlich und letztlich ja auch wünschenswert ist, so muss doch immer darauf geachtet werden, dass bei der Planung neuer Stadtteile der typische Charakter einer Region zumindest in seiner Grundsubstanz nicht zerstört wird, sondern möglichst in die Entwicklung integriert wird.

Die Oase Donaufeld wurde beim Ideenwettbewerb der LA21 Wien für die Zukunfts-ELLA nominiert!