Hitzige Diskussion beim KURIER Stadtgespräch “Keine Betonkobel in der Schutzzone”

Nicht zufällig wählte man den Heurigenort Neustift für diese Diskussions Veranstaltung am 14.Jänner 2014, die auf großes Interesse beim Publikum stieß. Wegen Überfüllung des schönen Saals beim Heurigen Wolff konnten viele Interessierte gar nicht mehr Einlass finden. Stadtrat Ludwig, VBin Vassilakou und Markus Landerer von der Initiative Denkmalschutz stellten sich den Fragen des Publikums, das aus allen Teilen Wiens gekommen war. Zu den Hauptthemen Zerstörung unserer Winzerorte und Casino Zögernitz wird von “Berufeneren” noch gesondert berichtet werden. Aber auch Fragen, wie das überdimensionale VAMED Plattenbau Gebäude in der denkmalgeschützten Steinhofanlage überhaupt errichtet werden konnte, wurden gestellt und investigativer Journalismus zur Aufklärung gefordert. Die von Stadtrat Ludwig gelobte, in Begutachtung befindliche, neue Bauordnung sieht zwar Strafen und mehr Kontrolle für Bauverbrechen vor, leider aber keinerlei “prophylaktische Maßnahmen” für sensible Schutzzonengebiete, wie besondere Bebauungsbestimmungen in den Flächenwidmung- und Bebauungsplänen.

Eine diesbezügliche Änderung der Wiener Bauordnung zum Schutz des örtlichen Stadtbildes in geschlossenen Siedlungsgebieten fordert übrigens auch eine kürzlich beim Wiener Petitionsausschuss eingebrachte Petition (Christa Mayerhofer). In Siedlungsgbieten und alten Ortskernen mit überwiegend ebenerdigen oder eingeschoßigen Bauten soll die zulässige Gebäudehöhe mit 6,5m beschränkt werden und nur maximal ein Dachgeschoß errrichtet werden dürfen, Gauben sollen nur maximal ein Drittel der Frontfläche ausmachen dürfen und ein Ortsbildverträglichkeitsgutachten sollte verpflichtend sein. Man kann gespannt sein, wie der Petitionsausschuss mit dieser Petition umgehen wird und ob sie inhaltlich in die Wiener Bauordnung Eingang finden wird.

Kurier-Artikel: KURIER-Stadtgespräch: “Keine Betonkobel in der Schutzzone”

ORF: Zahlreiche Gäste bei Wiener Stadtgespräch

JK