Langjähriger Bürgerprotest erfolgreich: Auszeichnung für Engagement für Klimt Villa

Sozusagen als krönenden Abschluss des langjährigen Einsatzes des “Verein Gedenkstätte Gustav Klimt” um den Erhalt der Villa und des Gartens wurde vom Österreichischen Naturschutzbund, Wien am 29. März 2014 die Führung “Klimt Villa und Garten” veranstaltet. Dr. Georg Becker beschrieb die langjährigen Bemühungen von engagierten BürgerInnen um den Erhalt des Grätzels und insbesondere um das Anwesen in Wien Hietzing, der letzen Wohn und Arbeitsstätte des Malers Gustav Klimt.

Nachdem erst im Jahr 1998 nachgewiesen werden konnte, dass das Atelier von Gustav Klimt, 1911 bis 1918 in Wien 13, Feldmühlgasse 11 lag, gab es über die Jahre hinweg immer wieder Versuche, die Liegenschaft kommerziell zu verwerten. Dazwischen wurde das Gebäude, das seit 2009 unter Denkmalschutz steht, auch immer wieder im Rahmen von Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als letzter Versuch der Herstellung kommerzieller Verwertbarkeit wurde im Vorjahr von der Bezirksvertretung Hietzing eine Erweiterung der Bauflächenwidmungen befürwortet. Erst durch eine Petition nach dem neuen Wiener Petitionsrecht konnte diese neuerliche Bedrohung abgewehrt werden.

Erst am 20. März 2014 ist bekannt gegeben worden, dass der “Verein Gedenkstätte Gustav Klimt” heuer durch einen Preis von Europa Nostra und der Europäischen Union für das Kulturerbe in der Kategorie 3 – für engagierten Einsatz ausgezeichnet wird. Die Preise werden erstmals in Österreich, im Wiener Burgtheater am 5. Mai überreicht. Mehr Information gibt es auf www.klimt.at.

Wir gratulieren!

 

Heinz Berger