Petition: “Rettet den Steffl-Blick” ist ein voller Erfolg! Bisher gibt es 2.177 Unterstützungsunterschriften

Die Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Veronika Mickel-Göttfert, lud heute in das Restaurant “Fromme Helene” in der Josefstädter Straße 15 zu einer Pressekonferenz. Thema war das von der Wien Holding geplante und höchst umstrittene Neubauprojekt in der Rathausstraße 1.  Der vorgesehene Neubau würde die Sichtachse von der Josefstädter Straße auf den Stephansturm und die Innere Stadt zerstören, mehrere Bäume nahe dem ohnehin mit Grünräumen nicht verwöhnten 8. Bezirk müssten dafür gefällt werden. Den identitätsstiftenden Blick auf die Innenstadt zu erhalten, sei eine Aufgabe, die ganz Wien betrifft. Die zentrale Frage, warum ein Abriss überhaupt erforderlich sei, wäre nach wie vor ungeklärt. Der von Harry Glück in den Jahren 1977 – 1980 an Stelle de Forumkinos als “Amtshaus” errichtete Stahlbetonbau könnte unschwer auch adaptiert oder umgebaut werden, er hat drei Tiefgeschoße mit 200 Stellplätzen. Zum geplanten Abriss gäbe es zwar angeblich zwei Studien, in die aber der Bezirk bisher nicht Einblick nehmen durfte.

Von Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou gäbe es zwar mündlich eine Zusage, dass der Blick uneingeschränkt erhalten bleiben müsse, diese sei aber als unverbindlich zu bezeichnen. Die diesbezügliche Entscheidung der (unabhängigen?) Jury stünde noch aus. Statt einer Nutzung als Bürohaus mit Einkaufszentrum könnte man an dieser Stelle auch wieder einen Markt andenken, vor der Errichtung des Forumkinos 1949 hätte sich dort eine Markthalle befunden. Maximalkubatur dürfe in dieser ehemaligen Glaciszone keinen Platz haben.

jk