Sportanlagen – Machen wir’s den Schweden nach!

Offener Brief an Maria Vassilakou

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin!

Laut “Kronen Zeitung” vom 7. November 2014 stellten Sie bei einer Pressekonferenz Pläne der Grünen vor, Sportanlagen sowie “private Grün- und Freiräume” (?) für einen größeren Nutzerkreis zu öffnen. Auch der “Kurier” brachte eine ähnliche Meldung.

Damit kommen Sie endlich einer alten Forderung der bürgerPROtest-Initiative “Pro Heiligenstadt” nach, die seit Jahren vergeblich versucht, das vorbildliche schwedische Modell mit frei zugänglichen Sportstätten der Stadt Wien näher zu bringen. Aber nicht nur in Schweden, auch in den anderen skandinavischen Ländern, in Deutschland und in Großbritannien ist die Öffnung der Sportstätten längst Usus. Bitte vergessen Sie nicht die Schulsportanlagen!

Bei dieser Gelegenheit machen wir Sie und Ihre Partei zum wiederholten Male auf die unvollständige Sanierung des Stadions Hohe Warte aufmerksam. Außer einer unnötigen Verkleinerung des Hauptspielfeldes ist von einer echten Sanierung kaum etwas zu sehen. Wichtige Vertragspunkte wie “die Errichtung einer Tribüne für 2.500 bis 3.000 Zuschauer im Bereich der Naturarena sowie eines Trainingsfeldes mit Naturrasen”, wie es in den Verträgen steht, wurden jedenfalls nicht erfüllt. Wo bleibt die Kontrolle? Diese Frage muss man den Grünen als (einstiger?) Kontrollpartei stellen. Vertragspartner ist jedenfalls die Stadt Wien und Sie sind schließlich deren Vizebürgermeisterin!

Wir werden sehr genau beobachten, ob Sie die Wiener Sportanlagen tatsächlich öffnen oder ob es sich wieder einmal nur um ein groß angekündigtes Wahlversprechen handelt.

Mit besten Grüßen von der Hohen Warte

Michael Jungwirth

PRO HEILIGENSTADT