“Wohnen in Hochhäusern ist eher für höhere Einkommensschichten interessant”

und bietet darüber hinaus selten einen Mehrwert. So zu lesen in Heft 04/2014 der Wiener Arbeiterkammer, AK Stadt, Arbeitnehmerinnen Interessen im urbanen Raum. Autor des Artikels mit Titel “Wo Dichte und Mischung glücken” ist Christoph Luchsinger, Prof. an der TU Wien, zuletzt als verantwortlich für das neue Hochhauskonzept in allen Medien präsent. Dieses Hochhauskonzept soll am Freitag dem 19.Dezember 2014 im Wiener Gemeinderat beschlossen werden, nachdem die Stadtentwicklungskommission bereits im Vorfeld “einstimmig” zugestimmt hatte. Die FPÖ konnte allerdings aus Termingründen an dieser Abstimmung nicht teilnehmen.

Prof. Luchsinger vertritt in seinem Artikel. dass für die Wohnqualität vor allem der Grundriss einer Wohnung entscheidend wäre, fünf  bis acht geschoßige Bauten kämen den Bewohnern am meisten entgegen.

Wohnen im Wohnhochhaus war auch Thema bei den Wohnbauforschungstagen “Wohnbau macht Stadt”, einer Veranstaltungsreihe der MA 50 am 9.Dezember 2014. Auch Christoph Reinprecht und Cornelia Dlabaja präsentierten interessante Ergebnisse zum Wohnen im Hochhaus. Auch hier war herausgefunden worden, dass Wohnen im Hochhaus ein absolutes Nischenthema sei. Jüngere einkommensstarke, meist kinderlose Paare und ältere Wohlhabende seien das Klientel. Die Wohnzufriedenheit sei hier groß, die Kosten wären relativ hoch. Man schätze die Aussicht, das Leben sei hier ähnlich wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

Warum allerdings bei dem immer beschworenen enormen Bedarf an leistbaren Wohnungen das Stadtbild unbedingt mit Hochhäusern an den umstrittensten Stellen verschandelt werden muss – nur weil sich Investoren so größere Renditen erwarten – bleibt weiterhin unverständlich.

jk