Grünräume in der wachsenden Stadt – das neue Fachkonzept “Grün- und Freiraum”

“Qualitätsvolle Grün- und Freiräume sind ein wesentlicher Bestandteil der hohen Lebensqualität in Wien. Das deutliche Bevölkerungsplus in Wien erfordert auch ein verstärktes Augenmerk darauf, wie diese Qualitäten erhalten und ausgebaut werden können.”

Die interessante Informations- und Diskussionsveranstaltung am 29.Jänner 2015 in der Planungswerkstatt war sehr gut besucht, TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion waren Brigitte Hozang, Thomas Knoll, Thomas Proksch und Isabel Wieshofer, Moderator war Wolfgang Gerlich. Bereits 1995 hätte es ein engagiertes Grüngürtelkonzept gegeben, es sei allerdings aus finanziellen Gründen nie umgesetzt worden. Das neue Fachkonzept sei Teil des “Konzeptereigens” im Rahmen des StEP 2025. Ziel war “Grünraumgerechtigkeit”, wo die Bebauungsdichte am höchsten sei, dort wären Grünräume besonders wichtig. Ein Hauptproblem wären die 15 verschiedenen Dienststellen, die in der Stadtverwaltung für das Thema zuständig wären,  deren Kommunikation untereinander sei ungenügend. Mit dem neuen Konzept seien neue Verfahrensqualitäten eingeführt worden, von denen man sich mehr Ehrlichkeit, Transparenz und Verbindlichkeit erwarte. Wenn gesetzliche Grundlagen nicht geeignet wären, dann müsse man sie eben ändern! Bei einer Baueinreichung müsse die Grünraumplanung mitgedacht und mitgeplant werden, sonst würden Grün- und Freiräume immer verlieren.  “Wir brauchen nicht nur Dichte”, es fehle der Mut zur “Nichtdichte”!

Die Diskussion war lebhaft und interessant. Auch die zunehmende Verbauung der Kleingartengebiete wurde angesprochen, “Grünbereiche” würden so zunehmend zu dicht verbauten “Einfamilienhausgegenden”. Darüber bestünde aber politischer Konsens, obwohl es raumplanerisch bedenklich wäre.

Die aufwändig gestaltete Gratisbroschüre “Fachkonzept Grün- und Freiraum” ist in der Planungswerkstatt erhältlich. (jk)