Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung – eine Informationsveranstaltung der MA 21, Urania, 24.Februar 2015

Der Vortragssaal im Dachgeschoß der Wiener Urania war restlos überfüllt, viele waren gekommen, um zu hören, wie nun in Wien in Zukunft Bürgerbeteiligung bei Fragen der Stadtentwicklung funktionieren soll. Von “Zuhören” und “gemeinsam miteinander lernen” war die Rede, “Standards für Partizipation” sollten entwickelt werden, bisher hätten “Klarheit und Systematik” bei Bürgerbeteiligung gefehlt. Ziel wäre, dass “die Prozesse in Zukunft als besser empfunden werden”, die “gemeinsame Suche nach einer Lösung” soll höhere Akzeptanz für eine zu treffende Entscheidung bringen. Viel war hier von Informieren, Zuhören und Konsens die Rede, bedauerlicherweise, wie von einer Dame im Publikum festgestellt, kommt bei all den präsentierten Konzepten der Bürgerbeteiligung das Wort “MITBESTIMMUNG” nicht vor. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass all diese aufwändigen Pläne, Broschüren und Plakate nur dazu dienen sollen, der Bevölkerung durch “psychologisches Überreden” einen Konsens für ohnehin feststehende Planungsvorhaben abzuringen. (jk)