Gedenkwanderung zum 70 Jahrestag der Befreiung Transdanubiens

Am 13. April 1945 zog sich die deutsche Wehrmacht aus Floridsdorf zurück. Aus Anlass des 70 Jahrestags veranstaltete die überparteiliche Gedenk-Plattform Transdanubien eine Gedenkwanderung. Nach der Begrüßung durch Heidi Sequenz (Grüne Donaustadt) beim Mahnmal für die Opfer der NS-Militär-Justiz im Donaupark sprach Hans Höllisch (KPÖ Donaustadt) über die Ermordung jener Wehrmachtssoldaten, aber auch zweier Angehöriger der Wiener Feuerwehr, die hier erschossen wurden.

Nach dem Transfer in die Hopfengassse 8 in Floridsdorf, wo noch Reste des Lagertors zum dort angesiedelten Nebenlagers des KZ Mauthausen zu sehen sind, schilderte der Archäologe Mag. Thomas Pototschnig, die Entwicklung der in den Brauereikellern angesiedelten Flugzeugproduktion und das Schicksal der Häftlinge. Bei der nächsten Station, dem Mautner-Markhof Gelände auf der Prager Str. 20 waren jüdische ZwangsarbeiterInnen beim Bau eines Hochbunkers eingesetzt, der noch immer in der Gerichtsgasse steht.

Den Abschluss bildete eine Kranzniederlegung beim “Niemals vergessen”-Gedenkstein vor dem Bezirksmuseum durch Gerhard Jordan (Grüne Floridsdorf) und Ilse Fitzbauer (Stv. Bezirksvorsteherin Floridsdorf). Anschließend konnte im Bezirksmuseum die Ausstellung „Schauplatz Floridsdorf 1938-1945. Krieg, Leid, Zerstörung“ besucht werden.

Für die Gedenkplattform: Heinz Berger, Christine Hulatsch, Hans Höllisch, Gerhard Jordan, Heidi Sequenz, Franz Wagner

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