Heiße Diskussionen beim Runden Tisch zum Thema “Grünzug Donaufeld”

Am Do., 7. Mai 2015 fand der zweite Runde Tisch zum Thema “Grünzug und öffentlicher Freiraum im Donaufeld” statt. GR Christoph Chorherr, BV-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer diskutierten mit Herbert Bork vom Planungsbüro stadtland und vielen AnrainerInnen und Interessierten über das Grünraumkonzept im Stadtentwicklungsgebiet. Außerdem standen noch Fachbereichsleiter Herbert Weidinger vom Forstamt und Dezernatsleiterin Susanne Fabian von der MA 21 für Auskünfte zur Verfügung.

Von Anfang an kam es zu sehr kontroversiellen Diskussionen über den Umfang des Grünzugs und die Verfügbarkeit der Grundstücke. Es wurde bemängelt, dass der Grünzug im Laufe der Planung bereits mehrmals verdrängt und beschnitten wurde, da Wohnbauträger dort Grundstücke besitzen (Präsentation über die sukzessive Verdrängung des Grünzugs hier!). Außerdem wurde beklagt, dass auch die Flächen für die diversen Plätze und Wege versiegelt werden und daher der Anteil von echten Grünflächen am sogenannten “Grünzug” weit geringer ist, als die kolportierten 14 ha, die in Wirklichkeit nicht einmal 22 % wären und nicht das behauptete Viertel. Eingezwängt zwischen Grundstücken von Wohnbauträgern, Wegen und Plätzen besteht die Gefahr, dass nicht viel mehr als eine schmale Allee übrigbleibt. Um die allseits geschätzte Qualität, die Weite des Donaufelds zu sichern, müsste jedenfalls nach Meinung vieler TeilnehmerInnen weit größere Flächen als Grünland erhalten bleiben.

Besonders emotional wurde die Diskussion, als EigentümerInnen von Grundstücken am geplanten Grünzug berichteten, dass sie zwar registrierten, dass der Grünzug teilweise über ihre Hauser hinweg geplant wurde, sie aber noch kein Kaufangebot vom Magistrat erhalten haben, ja noch nicht einmal von der Stadt Wien kontaktiert oder über die Pläne informiert wurden, dabei hängt der südliche Zugang vom Drygalskiweg und Oberer Alter Donau von ganz wenigen Grundstücken ab.
Christoph Chorherr betonte, dass die Pläne für das Donaufeld in einem Diskussionsprozess mit den AnrainerInnen entwickelt werden, in dem alle Beteiligten voneinander lernen, auch Politik und Verwaltung würden von den AnrainerInnen lernen.
Am Ende der Veranstaltung verwies noch eine Teilnehmerin auf die erhaltenswerte Qualität des äußerst fruchtbaren Schwarzerdeboden hin, und überreichte Herrn Chorherr in einer symbolischen Geste ein Glas Erde aus ihrem Garten im Donaufeld.

 

 

 

 

HB