Komet-Hochhaus/Meidling – Bauverhandlung Nr4

Seit zehn Jahren verhindert die Bürgerinitiative Komet-Gründe erfolgreich den Bau eines vollkommen überdimensioniert geplanten Hochhaus-Projekts mit Riesen-EKZ in einem dicht verbauten Meidlinger Gründerzeitviertel.
Bei der – sicher nicht letzten – Bauverhandlung zu diesem geplanten Projekt konnte, aufgrund aufmerksamer Kontrolle der vorgelegten Baupläne wieder gepunktet werden.

ZUFALL  oder SYSTEM?

  • Wie es aussieht hat der Luftschadstoff-Gutachtenersteller aus dem Büro Rosinak für seine hinterfragenswerten Berechnungen tatsächlich Werte benützt, die nicht mehr gültig waren und sind.
  • Der Bauwerber musste zugeben, in den präsentierten Plänen zu wenige Ein- und Ausfahrtsspuren bei der umstrittenen Garage eingezeichnet zu haben.
  • Die Bauverhandlung sollte eigentlich zwei Aktenzahlen behandeln (von 2013 und von 2015): Aufgrund eines Einwandes unsererseits, hat der Bauwerber HPD die Einreichung zur älteren Aktenzahl aus 2013 umgehend zurückgezogen. Die Aktenzahl innerhalb der “Realisierungsfrist” ist also weggefallen.
  • Lt. Gemeinderatsbeschluss ist bei “Nichtrealisierung” des Projekts die Flächenwidmung mit Oktober 2013 ausgelaufen. Der von uns hinterfragte Realisierungsbegriff ist nach wie vor nicht rechtsgültig geklärt.
  • Das” Rechtsgutachten zur Realisierung ” im Bauakt aus dem Büro von Komet-Arch. Podsedensek hat der dort “hauseigene” Rechtsanwalt erstellt, was dieses Gutachten natürlich nicht gerade bekräftigt.
  • Der aufgrund eines Komet-Projekts neu zu errichtende Wientalsammelkanal soll lt. Bauplänen zwischen dem, im ersten Tiefgeschoß geplanten Lebensmittelmarkt und der U-bahnlinie U4 verlegt werden. Der Verlauf eines Fäkaliensammelkanals neben einem Lebensmittelmarkt scheint uns fragwürdig. Angeblich sind auch noch Absprachen mit den Stadtwerken ausständig. Diese Arbeiten – wenn die Sammelkanalverlegung so bewilligt werden sollte – könnten im übrigen allein bis zu einem Jahr beanspruchen. Erst danach wäre ein Baugrubenaushub rechtens.  GC