Heumarkt–Projekt ein Fall für die Unesco Welterbekonferenz

Die 39. Sitzung des Unesco Welterbekomitees findet 2015 vom 28.Juni bis 8.Juli in Bonn statt.
In dieser Sitzung wird auch das geplante Hochhaus neben dem Wiener Eislaufverein Thema sein.

Schon das Komet-Hochhaus/Meidling war 2005 bei der Sitzung des Unesco Welterbekomitees in Vilnius ein Tagesordnungspunkt. Der Komet Hochhausturm mit einer anfänglich geplanten Höhe von 110m hätte die Sichtachsen aus dem Welterbe Schönbrunn erheblich gestört und wäre weithin sichtbar gewesen. 

Die Unesco forderte damals von der Stadt Wien u.a. das Komet-Projekt zu stoppen, die Pufferzone (an deren Grenze das Komet Hochhaus-Projekt geplant ist) um das Welterbe Schönbrunn auszudehnen und das Wiener Hochhauskonzept samt Standortrichtlinie zu überarbeiten.
Daraufhin vereinbarten Stadt Wien und Unesco lose, eine Turmhöhenreduktion auf 60m. In den Folgejahren wuchs die Turmhöhe allerdings wieder. Es wurden verschiedene Höhen – u.a. 73 m, wie derzeit auch für das Eislaufverein-Hochhaus – kolportiert. Erst 2010, als Stadtrat Schicker von Maria Vassilakou abgelöst wurde, kam eine feste Zusage der Stadt Wien auf eine Turmhöhen-Begrenzung von 60m zustande, die sich so auch in den Plänen des Bauwerbers niederschlug.

Das Wiener Hochhauskonzept ist nach wie vor nur ein „Leitfaden“ mit nur wenigen verbindlichen Vorgaben. Auch wurden die Pufferzonen um Schönbrunn nie ausgedehnt, wie das die Unesco erwartete. Angeblich soll es im Rahmen der Bearbeitung zum Stadtentwicklungsplan 2025 auch ein neues „Fachkonzept Hochhäuser“ geben.