Donaufeld: Gemüse oder Häuserschluchten?

Am Donnerstag den 2. Juli 2015 fand der gut besuchte Workshop zu baulicher Dichte in Donaufeld mit dem Titel “Was würde Otto tun?” mit Markus Vogl vom Architekturbüro querkraft statt, bei dem die gegensätzlichen Vorstellungen von AnrainerInnen und PlanerInnen, Gemüseanbau versus dichte Verbauung voll aufeinandertrafen.

Herr Vogl versuchte zuerst die aktuelle Stadtteilplanung anhand von Beispielen aus anderen Städten zu erklären, wo teilweise von den BürgerInnen Nachverdichtung gefordert wird, weil die Menschen Wohnraum brauchen, bzw. wo auf der gleichen Fläche viel mehr  Wohnungen gebaut würden. Gleichzeitig versicherte er aber, dass sich nach den aktuellen Plänen die zukünftige Bebauung in der Nachbarschaft einfügen würde.

Aus dem Publikum kamen Forderungen nach wesentlich geringerer Dichte, mehr unversiegeltem Grünraum, oder die Bebauung gänzlich zu unterlassen. Letztere Forderung wurde von Frau Tulla, die selbst eine Streuobstwiese im Donaufeld der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, mit einer sehr eindrucksvollen Aktion untermauert. Sie stellte mit ihren Unterstützerinnen vier Kisten mit bestem Donaufelder Gemüse auf den Tisch, forderte die Anwesenden auf sich zu bedienen und verteilte ihre  “Idee für den künftigen Grün- und Freiraum im Donaufeld”.

Im zweiten Teil des Workshops konnten sich die TeilnehmerInnen an der Modellierung der zukünftigen Bebauung in klassischer Blockbauweise aber auch in aufgelockerter Bebauung versuchen. Dabei zeigte sich schließlich, dass in jeder der durchgespielten Varianten (auch unterschiedliche Bauhöhen) am Ende eine sehr hohe Dichte feststellbar war. Wenn das so realisiert wird, stellt sich die Frage, ob das dann tatsächlich ein attraktiver Stadtteil wird?

 

 

 

 

 

 

HB