Masterplan Patizipation: “Alle Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern wurden geprüft und berücksichtigt, sofern sie den zentralen Inhalten nicht widersprachen oder den Masterplan sprengten”

Bereits am 24.Februar 2015 wurde effektvoll der Entwurf des Masterplans Partizipation der interressierten Öffentlichkeit in der Urania vorgestellt. Das Interesse war groß, bis 16.März 2015 hatten interessierrte Bürgerinnen und Bürger noch Gelegenheit, ihre Wünsche und Anregungen bei der MA 21 zu deponieren. Eine Stabsstelle für Bürgerbeteiligung wurde dafür von Vizebürgerrmeisterrin Vassilakou eigens geschaffen, Partizipation in der Stadtplanung ist dabei ein Kernthema. Der Masterplan solle “eine Systematik entwickeln, wann, wie und in welcher Weise Beteiligung stattfinden kann”, heißt es hier.

Interessant ist, dass sich die Stadt Wien jetzt vor der Wienwahl dieses Themas angenommen hat, das vom Lebensministerium schon vor Jahren aufgegriffen wurde. Zu spät und halbherzig, muss man leider sagen. Als aktuelle Projekte werden hier etwa das Nordbahnhofgelände und die geplante Bebauung des Donaufelds genannt. Hier hätte die Bevölkerung mE gefragt werden müssen, ob eine Bebauung dieses fruchtbaren, der Nahversorgung Wiens mit frischem Obst und Gemüse dienenden Areals überhaupt erfolgen soll. Alles andere ist eine Augenauswischerei.

Bemerkenswert ist auch der “Rückblick” auf abgeschlossene Projekte. Hier wird etwa das Otto Wagner Areal genannt. Wer die Geschehnisse der letzten Jahre zum Thema Steinhof verfolgt hat, mus leider feststellen, dass diese Darstellung sowohl an den Ergebnissen der von VBin Vassilakou persönlich ernannten Experten als auch den Wünschen der Bevölkerung vorbeigeht. Man merkt die Absicht und man ist verstimmt. Dafür hätte man den sog “Masterplan Partizipation” genauso wenig gebraucht wie den Wiener Petitionsausschuss, leider beides nur ein Alibi!

JK