UNESCO entsendet ICOMOS Experten zur Beurteilung der Hochhausentwicklung nach Wien. Könnte Wien seinen Status als Welterbestätte verlieren?

Seit 2001 ist das “Historische Zentrum von Wien” UNESCO Welterbestätte. Durch die derzeitigen Hochhausplanungen in Wien, insbesondere das in der Kernzone des Welterbes geplante 73m Hochhaus am Eislaufverein, sieht die UNESCO den “Outstanding Universal Value”, eine Voraussetzung für das verliehene Prädikat, in Gefahr. In einer sog “ICOMOS Reactive Monitoring Mission” besuchte Architekt Giancarlo Barbato von 16.-19. November 2015 Wien, um sich vor Ort ein Bild von den geplanten Baumaßnahmen und deren Auswirkung auf das “Historische Zentrum” zu machen. Bereits bei einem Besuch 2012 war vor allem die störende kumulative Wirkung unpassender Hochhausbauten gerügt worden. Auch die “Zivilgesellschaft” war eingeladen, sich kritisch zum geplanten Hochhaus am Eislaufverein zu äußern, was von namhaften Architekten und Fachleuten (Christoph Mayrhofer, Andreas Vass, Hans Puchhammer, Friedmund Hueber, Christian Kühn) mit kompetenten Beiträgen wahrgenommen wurde. Auch zwei Beiträge von engagierten Bürgerinitiativen (Initiative Stadtbildschutz und Initiative Denkmalschutz) vermittelten dem Vertreter von ICOMOS, wie sehr die Bevölkerung hier Anteil nimmt. (JK)