Pause bei der Beteiligung in Donaufeld

Zwischenbilanz zum Beteiligungsprozess
(Februar 2016)

Die erste Phase der Partizipation zum Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld (und der Vertrag mit dem Planungsbüro stadtland) ist Ende 2015 ausgelaufen. Wir stellen fest, dass es zum Abschluss keine große öffentliche Informationsveranstaltung gegeben hat (nur ein durchaus nettes aber sehr kleines “Come Together”). Das Büro stadtland hat einen Bericht für die MA 21 erstellt. Wir sind gespannt, was davon und in welcher Form dieser transparent gemacht wird?

Inzwischen ist die Fortsetzung des Beteiligungsverfahrens von der Stadt Wien wieder ausgeschrieben worden. Im Sommer soll es wieder weiter gehen. Wir sind gespannt, was jetzt der Inhalt der Beteiligung sein wird? Immerhin soll ja schon im Laufe des Jahres 2016 die Flächenwidmung für den Ostteil des Gebietes gestartet werden (Beschluss voraussichtlich 2017). Auch hier müssen wir festhalten, dass es im Rahmen der Bürgerbeteiligung keine öffentliche Diskussion über die Eckpunkte der Flächenaufteilung gegeben hat.

Jedenfalls ist eine öffentliche Information und Diskussion zum Stand der Planungen dringend erforderlich.

Unsere zentralen Forderungen

  • Wir fordern volle Transparenz (Veröffentlichung aller Pläne) und eine substantielle Modifikation der Pläne in Richtung der Forderung der AnrainerInnen.
  • Öffentliche Information und eine offene Diskussion der geplanten Flächenwidmungen noch vor Beginn des offiziellen Widmungsverfahrens.
  • Eine deutliche Reduktion der Anzahl der geplanten Wohnungen und damit auch der Dichte. Ersatz: Überbauung von Gewerbeparks und Dachbodenausbau.
  • Der zentrale Grünzug soll mindestens 1/3 der Fläche des Stadtentwicklungsgebietes als unversiegelte und öffentlich zugängliche Grünfläche umfassen.
  • Rascher Erwerb der Grundstücke für den Grünzug noch vor der Bauland-Widmung!
  • Erhalt des Donaufelds als letzes Gemüsefeld im urbanen Raum auf hochwertigen Boden zur Nahversorgung mit regionalen Produkten und der lokalen Resilienz.
  • Förderung von Nachbarschaftsgärten und Selbsterntefeldern.
  • Vermeidung von Verkehr! Nahversorgung, Naherholung (Stadt der kurzen Wege).
  • Mobility Points (mit ÖV, Zentralgaragen, Car-Sharing und Leihrädern). Offene Diskussion des Stellplatzkonzeptes.
  • Ausführliche Information der neuen BewohnerInnen bezügliche “autoreduziertem Stadtteil” noch vor Abschluss der Kauf-/Miet-Verträge.

Initiative Donaufeld