aus dem Archiv: “Obskurer Verkauf des Eislaufvereinareals 2008″

Bei Recherchen der Initative Stadtbildschutz kam eine ORF Meldung vom 22.Februar  2008 zum Vorschein. “Eislaufverein wehrt sich gegen den Verkauf” heißt es da. “Der Wiener Eislaufverein (WEV) bangt um seinen Eislaufplatz beim Konzerthaus”. Sollte es zum Verkauf kommen, kündigte der damalige Stadtrat Schicker eine Bausperre (Anm: üblicherweise eine Maßnahme vor einer Umwidmung) an. WEV Ehrenpräsident Otto Schenk zeigte sich über den geplanten Verkauf empört. Es sei ein verbrecherischer Gedanke, das Areal umzuwidmen, zu zerstören oder zu verkleinern, heißt es hier. Eigentümer des Areals war damals der dem Innenministerium unterstellte Stadterweiterungsfonds. Als Käufer – weit unter dem Preis von anderen Bietern – war die eben erst gegründete gemeinnützige SPÖ nahe Genossenschaft “Buntes Wohnen” erfolgreich, der Rechnungshof meldete schwere, begründete Bedenken an. Nach diversen Eigentümerrochaden erwarb schließlich 2012 Wertinvest das Areal. Mitten in den Verhandlungen über den derzeit geplanten Umbau warf jetzt der Präsident des WEV, Toni Müller,  “aus persönlichen Gründen” das Handtuch, sein Hilferuf aus 2008 ist ungehört verhallt.