Umwidmung für Hochhausbau am Heumarkt gestoppt – Jubeln die Bürger zu früh?

“Es liegen nun alle fachlichen Beurteilungen des Magistrats und des Fachbeirats für Architektur und Stadtgestaltung vor. Darin werden starke Bedenken ins Treffen geführt, was aus Sicht der Stadtplanung eine Weiterverfolgung der Flächenwidmung und etwaige Vorlage an den Gemeinderat auf Basis des bestehenden Projekts nicht möglich macht”. So lautete die überraschend am 13.Mai 2016 erfolgte Presseaussendung aus dem Büro von VBin und Planungsstadträtin Vassilakou. Überraschend deshalb, weil uns ja seit Monaten erzählt wurde, dass in dem hochgelobten sog “kooperativen Verfahren”, das dem vom Investor finanzierten Architektenwettbewerb voranging, jede Menge von Fachexperten in umfangreichen Hearings zu Wort gekommen wären. Es war zwar immer bekannt, dass das vom Investor gewünschte Kubaturausmaß immer unverhandelbar war, auch sollen die Teilnehmer des Wettbewerbs von der verpflichtenden Beibehaltung der Freilufteisfläche von 6.000m² angeblich nichts gewusst haben. Ob es am Ende des Tages wirklich einen “Triumph der Bürger” oder doch des politisch bestens vernetzten Investors geben wird, das steht noch in den Sternen, jetzt (interessanterweise knapp vor der Bundespräsidentenstichwahl) ist jedenfalls einmal eine “Nachdenkphase” angesagt. (JK)