Ex-Wohnbaustadtrat Faymann als Immobilien-Unternehmer?

Am 1. September hat der glücklose Ex-Kanzler Werner Faymann seinen Job als UN-Sonderbeauftragter für Jugendbeschäftigung angetreten. Pressemeldungen zufolge geht er auch unter die Unternehmer, ausgerechnet in der Immobilienbranche (!)

Die Wirtschaftsjournalistin Andrea Hodoschek bescheinigt dem ehemaligen Wiener Wohnbaustadtrat Faymann im KURIER, viel Expertise aus dem Immo-Geschäft mitzubringen. Das klingt fast nach einem erbrachten Befähigungsnachweis, solider Background sozusagen. Daher darf/muss an dieser Stelle daran erinnert werden, dass sich Wohnbaustadtrat Faymann (aus Döblinger Sicht) nicht gerade mit Ruhm bekleckerte:

Beim windigen Deal mit der Sportstätte Hohe Warte schlug der verantwortliche Stadtrat Werner Faymann seinerzeit die Warnung des Rechnungshofes in den Wind. Angesichts eines Nachteils von nicht weniger als vier Millionen Euro für die Stadt, genauer gesagt für die Steuerzahler, kann man ihm den Vorwurf des sorglosen Umgangs mit Steuergeld wohl nicht ersparen. Er zog schließlich das beanstandete Verlustgeschäft gegen die Empfehlungen des Rechnungshofes und gegen den Willen der protestierenden Bürger durch, obwohl es laut Rechnungshof sehr wohl eine Möglichkeit gegeben hätte, den abgeschlossenen Optionsvertrag ungenutzt auslaufen zu lassen.

Bleibt abzuwarten, wie sich der gelernte Parteifunktionär Werner Faymann bei Immo-Projekten macht und wie genau ihm dabei kritische Journalisten bzw. die Korruptionsstaatsanwaltschaft auf die Finger schauen.

Michael Jungwirth
PRO HEILIGENSTADT