Ausstellung zur ersten Entwicklungsetappe des Zielgebietes Donaufeld

Donaufeld-Ausstellung

Diskussionen über Mobilität im zukünftigen Donaufeld

Am Do., 20. Oktober und Fr., 21. Oktober 2016 fand bei der Infobox Donaufeld (Ecke Dückegasse / An der Schanze) die Ausstellung der Pläne für die erste Entwicklungsphase des Zielgebietes Donaufeld entlang der Dückegasse statt. Der Schwerpunkt der Präsentation durch die FachexpertInnen lag in der Darstellung des städtebaulichen Rahmenplans und des Mobilitäts- und Freiraumkonzeptes.

Von Seiten der MA 21 wurde von der Projektkoordinatorin DI Susanne Fabian und von DI Anna Spreitzer Auskunft gegeben, vom Planungsbüro stadtland standen Christina Kirchmair, BSc. und DI Philip Krassnitzer für Gespräche zur Verfügung, und DI Martin Niegl vom Verkehrsplanungsbüro Komobile präsentierte das Verkehrskonzept für das zukünftige Donaufeld.

Von den BesucherInnen wurden viele Fragen zu den geplanten Entwicklungsschritten gestellt, wobei aber leider der nächste große Schritt, die konkreten Bebauungspläne (Flächenwidmung) für den Ostteil noch nicht vorgestellt wurden, und daher jetzt auch nur anhand überblicksmäßiger Pläne diskutiert werden konnten. Weiters wurde kritisiert, dass von den Ergebnissen der ersten Phase der Beteiligung nicht sehr viel in die vorliegenden Pläne eingeflossen ist. Die gravierendste Veränderung zum Leitbild von 2012, die in Folge des Beteiligungsverfahrens und auf Betreiben von Bezirksvorsteher Georg Papai vorgenommen wurde, sind wohl die Tiefgaragen, die in den aktualisierten Plänen nun doch vorgesehen sind. Damit wird das Ziel der Errichtung eines autoreduzierten Stadtteils mit Mobility Points, der Chancengleichheit von öffentlichem Verkehr, Fahrradverkehr und Autoverkehr vorsieht, wieder teilweise zurückgenommen. Zusätzlich wird dieses Konzept dadurch gefährdet, dass in der ersten Entwicklungsphase der öffentliche Verkehr ausgerechnet entlang der Dückegasse stattfindet, wo die Tiefgaragen sind, während die Mobility Points aus verkehrstechnischen Gründen vom Bus gar nicht angesteuert werden könnten. Hier muss unbedingt eine Lösung gefunden werden, um zu verhindern, dass die neuen BewohnerInnen bereits beim Einzug zur Verwendung des Autos gedrängt werden, was in der Folge möglicherweise den Ruf nach zusätzlichen Stellplätzen nach sich ziehen würde. Eine Möglichkeit um dem ambitionierten Mobilitätskonzept überhaupt eine Chance auf Erfolg zu geben, wäre die vorgezogene Verlängerung des 33 A über Nordmanngasse in die verlängerte Arakawastraße, oder ein Kleinbus, als Shuttleverbindung  zum Zentrum Kagran, der keine aufwändigen Straßenausbauten benötigen würde.

Als kleiner Erfolg der Initiative Donaufeld kann wohl betrachtet werden, dass der Grünzug überhaupt noch in ungeschmälertem Umfang in den Plänen erhalten geblieben ist, und dass das Freiraumkonzept eine derart große Rolle spielt. Gleichzeitig bleiben aber bisher noch viele Anliegen der AnrainerInnen und der Bürgerinitiative wie die Finanzierung des Ankaufs der Grünflächen,  die Nord-Süd-Durchwegung des Grünzugs, die geringe Breite des westlichen Grünzugs, die Erhaltung von Landwirtschaft,  geringere Baudichte und angepasste Bauhöhe offen.

Die nächste Veranstaltung, der Runde Tisch zur ersten Entwicklungsphase im Haus der Begegnung Floridsdorf am 11. November 2016 um 18 Uhr darf mit Spannung erwartet werden.

HB