Runder Tisch Donaufeld

Nach der Ausstellung zur ersten Entwicklungsphase des Stadtentwicklungsgebietes Donaufeld im Oktober sind der städtebauliche Rahmenplan und das Mobilitäts- und Freiraumkonzept  Donaufeld auch beim Runden Tisch im Haus der Begegnung am 11. November von den AnrainerInnen durchaus kritisch diskutiert worden.

Besonders wurde bemängelt, dass kaum etwas von den vielen Anregungen aus der ersten Phase der Beteiligung in die Pläne eingeflossen ist und dass durch die zusätzlichen 1800 Stellplätze in Tiefgaragen (neben ebenso vielen an den Mobility Points) die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation in Donaufeld weiter verschärft wird.  Zusätzlich ist das Mobilitätskonzept gefährdet, da der geplante Bus in der ersten Phase die Mobility Points aus technischen Gründen gar nicht ansteuern soll. Um zu verhindern, dass die neuen BewohnerInnen zur Verwendung des Autos genötigt werden, könnte etwa ein vorgezogener Betrieb des 33 A über die verlängerte Arakawastraße, oder ein Kleinbus, als Shuttleverbindung  zum Zentrum Kagran eingerichtet werden.
Große Sorge besteht auch um die geplanten Qualitäten im neuen Stadtteil, die aufgrund der Verpflichtungen der Bauträger aus den städtebaulichen Verträgen, die gesamte Infrastruktur zu finanzieren, gefährdet scheinen. Hier wird es großer Anstrengungen bedürfen, dass die Qualitäten (wie z. B. großzügige Freiflächen zwischen den Baufeldern, Dachbegrünungen, nachhaltige Energieversorgung, u.a.) in den Bauträgerwettbewerben abgesichert werden.
Der bisher größte Erfolg ist sicher der zentrale Grünzug, der in ungeschmälertem Umfang in den Plänen erhalten blieb. Weitere große Herausforderungen bleiben aber die Finanzierung der Grünflächen,  eine durchgängige Nord-Süd-Durchwegung, die geringe Breite des westlichen Grünzugs, der Erhalt der Gemüseproduktion,  eine verträgliche Baudichte und angepasste Bauhöhe.

Noch im Dezember soll dann der nächste Runde Tisch zum Mobilitätskonzept stattfinden.