Was haben Steinhof, der Heumarkt, der Karlsplatz und Donaufeld gemeinsam?

Was dort an Umwidmungen und Planungen abläuft, wird alles “unter der Tuchent” ausgemacht, man redet zwar immer von der Einbindung der Bevölkerung, diese ist aber nur eine Farce. “Man tut nur so” als ob man den Wienern und Wienerinnen zuhört. Längst ist im Vorfeld alles ohne jegliche Transparenz gelaufen. Die Baumfällungen in Steinhof sind da nur ein krasses Beispiel, man spricht jetzt vom endlich erfolgten “Baustart für leistbare Wohnungen” (OTS0105), man hätte sich eben FÜR die künftigen Bewohner entschieden. Wen interessiert Denkmalschutz, Ensembleschutz, ICOMOS, lauter “Gestrige” kommen immer mit solchen Argumenten. Selbst Bürgermeister Häupl hat sich kürzlich einen Faux pas geleistet, indem er meinte, man solle der Zürich Versicherung das Haus neben der Karlskirche abkaufen und dort die Erweiterung des Wien Museums ansiedeln. Sofort wurde er zurückgepfiffen, da diese an sich begrüßenswerte Idee längst von den bereits still und heimlich erfolgten Aufstockungsplänen überrollt wurde. Sollte die geplante Flächenwidmungsänderung am Heumarkt wirklich durchgezogen werden, würde dies dem Immobiliengambler Tojner eine gigantische Wertsteigerung seiner Immobilie bringen, die ihm die Stadt schenken will. Alles Gerede über den Mehrwert für die Öffentlichkeit ist nur “ein Sand in die Augen streuen” für die, die es glauben wollen. Im Intercont kann man derzeit wieder viele schöne Werbedarstellungen und geschönte Fotos des Bauwerbers bewundern, alle Wiener und Wienerinnen können sich jetzt während der öffentlichen Auflage (bis Mitte März) der geplanten Umwidmung schriftlich und auch online wenigstens dazu äußern. (wien.at, aktuelle Flächenwidmungen, 3.Bezirk). Wie es im Donaufeld mit den geplanten 6000 Wohnungen weitergehen wird, betrifft auch nicht nur die Floridsdorfer. Die Vorstellung , dass weitere 10.000 Menschen an einem schönen Sommertag das Gänsehäufel und die Donauinsel bevölkern werden, ist auch eher eine Horrorvision. Auch wenn ein Politfunktionär kürzlich meinte, “die Radischen kann man ja auch im Marchfeld anbauen”.(JK)