Entscheidung über Hochhausprojekt am Heumarkt tritt in die heiße Phase: Wird der Investor die von ihm gewünschte Umwidmung im Gemeinderat durchsetzen können?

Gegner und Befürworter dieses riesigen Spekulationsprojekts im der Kernzone des Weltkulturerbes “Wien Innere Stadt” machen derzeit mobil. In einer Bürgerversammlung am 2o.Februar 2017 ernteten die Projektbetreiber, die wie immer versuchten mit lieblichen Renderings das “besondere Projekt ” schönzureden, heftigen Protest von den etwa 300 erschienenen Bürgern und Bürgerinnen. Künstler aus allen politischen Parteien rufen inzwischen zum Protest auf, mehrere neue Petitionen wurden gestartet, um diesen riesigen Baublock auf dem Eislaufverein Gelände zu verhindern. In einer Pressekonferenz am 22.Februar 2017 im Cafe´Heumarkt unter dem Titel “Spekulanten als Stadtplaner” äußerten sich namhafte Experten (Eschig, UNESCO Österreich, Lipp, ICOMOS, Lehne, ehemals BDA,  Hueber Gesellschaft für Denkmalpflege, Ruiss, Literaturhaus) mit Nachdruck gegen die Umwidmung, die Voraussetzung für die Realisierung des Projekts. “Das Welterbeprädikat zu verlieren, bedeute einen enormen Wertverlust für die Stadt“. Da es nur eine politische Entscheidung sei, sollten sich möglichst viele Menschen in Stellungnahmen dazu äußern. Inzwischen mobilisieren auch die Investorenseite und VBin Vassilakou (“die Mahü Befürworter sollen sich FÜR das Projekt äußern”) Der “Bezirk Landstraße” ließ seitens des Bezirksvorstehers (SPÖ) in der Kronenzeitung wissen, “der Bezirk stehe hinter dem Projekt”. Das ist insofern interessant, da bisher weder der Bauauschuss des Bezirks einen diesbezüglichen Beschluss gefasst hat, noch eine offizielle Stellungnahme des Bezirks erfolgt ist. In letzter Instanz entscheidet über die Umwidmung der Gemeinderat, man kann weiter gespannt sein. (JK)