“Was der Osterhase unseren Projektentwicklern bringt”

In der online Version der ”Presse” vom 20.Dezember 2016 gab es unter Leben/Lebensstil/Kolumne zum Tag einen erfrischenden Beitrag von Wolfgang Freitag mit dem Titel: “Was das Christkind unseren Projektentwicklern bringt”. Da dieser Text nichts an Aktualität eingebüßt hat, soll hier “österlich” daran erinnert werden. Angesichts der immer heftiger werdenden Diskussion um das “Besondere Projekt” am Eislaufverein, das mit “marianischem Segen” durchgepeitscht werden soll, wird hier ein “Leitfaden für Projektentwickler” präsentiert, der diese “gegen alle Widernisse” wappnen soll. Wichtig sei es vor allem, heißt es hier, Baubehörden, Fachbeiräte, politische Verantwortungsträger zu vergessen, einzig von Bedeutung sind beste Kontakte zur Boulevardmedienszene, um das Projekt gegen Anwürfe aller Art abzusichern. Bebauungspläne und Flächenwidmung seien für Kleinhäusler und Schrebergärtner da, aber nicht für “Projektentwickler”. Und vor allem: “Think big”. Machen Sie Pläne für einen 400m Turm und wenn es dann Proteste gibt, bescheiden Sie sich generös mit 350m. Wenn gar nichts hilft, stellen Sie ein Stück Kubatur in den Dienst der Gemeinnützigkeit, zwacken Sie zwei Quadratmeter Hinterhof für ein bissl Grün oder drei Quadratmeter im fünften Untergeschoß für einen Kindergarten ab und schon wird man Sie nicht als miesen Profiteur sondern als Wohltäter wahrnehmen. Vergleiche mit laufenden Verfahren sind unbeabsichtigt. (JK)