Fachleute der Architektur- und Kulturszene protestieren gegen die geplante Umwidmung des Heumarktareals und fordern eine Annulierung der für 1.Juni 2017 geplanten Abstimmung im Gemeinderat

Aus Anlass der für Mittwoch, 10.Mai 2017 angesetzten Sitzung des Planungsausschusses des Wiener ‘Gemeinderats luden heute prominente Exponenten der Architekturszene und Vertreter zahlreicher Kulturorganisationen zu einer Pressekonferenz. Bereits 1964 war das damals errichtete Hotel Intercontinental als “Masse ohne Maß” bezeichnet worden, es jetzt doppelt so groß neu errichten zu wollen, sei eine stadträumliche Bruchlandung in der Ringstraßenzone. Entgegen der Behauptungen von Investor und Stadtregierung bringe das Projekt eine Akkumulation von Verlusten für die Öffentlichkeit, das “kooperative Verfahren” wäre weit entfernt von Transparenz und Qualität abgelaufen, es hätte viel mehr bereits ab 2012 aus einer Verkettung von Regelbrüchen und groben Verstößen bei hartnäckigem Insistieren des Investors auf unangemessener Bauhöhe und Baumasse bestanden. Seit fünf Jahren wäre man zielsicher auf Kollisionskurs mit der UNESCO, mit einem voreiligen Widmungsbeschluss sei man gerade dabei, den Verlust des Welterbestatus herbeizuführen – und das wegen eines “drittklassigen Projekts” auf einem erstklassigen Standort. Man appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Gemeinderats nicht in Kadavergehorsam diesem der Stadt unwürdigen Projekt mit einem Widmungsgeschenk an den Investor zuzustimmen. (JK)