Wolfgang Zinggl, ehemaliger Kultursprecher der Grünen, jetzt “Liste Pilz”: Wer schützt unser Kulturgut? “Was ich im parlamentarischen Ausschuss gerne besprochen hätte”

Als aktivster oppositioneller Kultursprecher der Grünen hätte er seit 2000 “bereits vier Kulturministern auf die Finger geschaut”. Nach dem Streit innerhalb der Grünen um das Hochhaus am Heumarkt kandidiert er jetzt für die “Liste Pilz”. ÖVP und SPÖ verwehrten ihm aus diesem Grund die Teilnahme an den letzten Sitzungen des von ihm selbst ins Leben gerufenen Ausschusses, der sich mit der Kritik an der Tätigkeit des Bundesdenkmalamts befassen sollte.

In einer Pressekonferenz legte er die Problematik vieler unverständlicher Entscheidungen des BDA dar, es scheint da oft mit zweierlei Maß gemessen zu werden. Übermächtigen Netzwerken aus Wirtschaft und Politik werde zu sehr nachgegeben, wobei die Erhaltung wertvoller Natur- und Kulturgüter auf der Strecke bliebe.

Gefährdete Objekte sollten (wie gefährdete Tierarten) in einer Art “Roten Liste” öffentlich bekannt gemacht werden und die engagierte Zivilgesellschaft müsse viel stärker eingebunden werden. (JK)