Wiener Eislaufverein feiert seinen 150. Geburtstag – wie wird es in Zukunft weitergehen?

Publikumsliebling Otto Schenk, selbst 1984 bis 1999 Präsident des Vereins, jetzt Ehrenpräsident, erinnert sich gerne (derStandard, 21./22. Oktober 2017). Einzigartig auf der Welt sei so ein großer Eislaufplatz in mitten einer Stadt. Die Verkleinerung durch den Bau des Hotels Intercont war zwar in den 1960er Jahren ein großer Schmerz, den habe man aber überlebt. Er hoffe, der Platz würde auch beim nächsten Umbau nicht viel kleiner, aber vielleicht einladender.

Dass die Freilufteisfläche bei Realisierung des derzeit geplanten “Besonderen Projekts” zwangsläufig kleiner würde, steht leider jetzt schon fest. Statt der vom WEV immer geforderten Beibehaltung von 6.000m² Eisfläche spricht man jetzt nur mehr von 5.750m², wobei 625m² davon auf den Gehsteig Lothringer Straße verlagert werden sollen. Dafür müsste die Fahrbahn um etwa 10m in Richtung Innere Stadt verlegt werden, zumindest zwei große schützenswerte Bäume müssten dazu gefällt werden. Auch rechtliche Fragen tun sich in diesem Zusammenhang auf. Wieso kann ein Gehsteig, derzeit im außerbücherlichen Eigentum der Stadt Wien, vom Investor “vermietet” werden? Proteste gegen diese “Neugestaltung” reißen nicht ab, noch ist nicht das letzte Wort gesprochen. (JK)