Was passiert nun wirklich am Karlsplatz?

Am 29.Juni 2017 endete die öffentliche Auflage des Plandokuments 8190 für die Umwidmung am Karlsplatz, Planungen für die Neugestaltung des “Wien Museums” waren bereits davor präsentiert worden. Eher weniger beachtet betrifft die geplante Umwidmung aber auch die Aufstockung des Winterthur Hauses, Sitz der Zürich Versicherung, neben der Karlskirche, was seit Monaten zu heftigen Protesten führte. Noch ist der neue Flächenwidmungsplan nicht im Gemeinderat beschlossen, es regen sich aber jetzt Zweifel, was nun kommt. (Kronenzeitung, Sonntag 29.Oktober 2017, S 26: “Karlsplatz droht Super-GAU”). Das Wien Museum scheint in ewiger Planung stecken zu bleiben, “auch das Rathaus tappe im Dunkeln”. Man führe derzeit “vertiefende Untersuchungen” durch. Finanzierungsvarianten müssten erst bewertet werden. Sollte die Widmung im Gemeinderat beschlossen werden, könnte es durchaus sein, dass das Winterthur Haus aufgestockt (“zu einem hässlichen Furunkel aufgetürmt”) wird und die Planung für das Wien Museum weiter auf Eis liegt. So könnte der schlimmste Albtraum für den Karlsplatz in greifbare Nähe rücken, die barocke Karlskirche wäre für immer verschandelt. (JK)