Die Internationale Bauausstellung im Donaufeld

Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 fand am Begegnungsort beim Info-Container eine Feldvorlesung zur Rolle der Internationalen Bauausstellung im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld statt. Es sprachen Prof. Rudolf Scheuvens, Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien und Mitbegründer des Büros RAUMPOSITION und Kurt Hofstetter, stv. Koordinatior der IBA_Wien 2022 über die Herausforderung, leistbaren und kostengünstigen Wohnbau mit der Schaffung vielfältiger, urbaner und gemischter, sozialer Quartiere zu verknüpfen.

Rudolf Scheuvens hat in seinem Vortrag über die Tradition der Internationalen Bauausstellungen als Innovationsinstrument insbesondere die Internationale Baufachausstellung in Leipzig 1913, die IBA Stuttgart 1927 (mit der berühmten Weissenhofsiedlung des Deutschen Werkbunds), die Interbau in West-Berlin 1957, die IBA Emscher Park (Ruhrgebiet) 1999 und die IBA Hamburg 2013 als wegweisende Beispiele beschrieben und insbesondere darauf hingewiesen, dass sich die IBA von einer reinen Bauausstellung zu einer Stadtplanungsausstellung entwickelt hat.

Kurt Hofstetter hat in seinem Referat zu den  Zielen der IBA_Wien 2022  die neue Modelle und Verfahren der Wiener IBA-Projekte beschrieben.

Leider waren beide Vorträge sehr allgemein gehalten und sind kaum auf das konkrete Potential der IBA in Donaufeld eingegangen, was dann aber von den TeilnehmerInnen eingefordert wurde. Bezug nehmend darauf, dass die IBA sehr oft auf die lokalen Gegebenheiten der Planungsgebiete eingegangen ist, und diese sehr sensibel weiter entwickelt hat, wurde mehrfach eine Einbeziehung des natürlichen Umraums und der Gemüseproduktion in der Region gefordert.

Die beiden IBA-Verantwortlichen griffen die Anregungen auf und versprachen eine entsprechende Umsetzung im Rahmen der Projektausschreibung.