Assinger: “Sport-Infrastruktur in Österreich ist unter aller Sau!”

Armin Assinger nimmt sich bekanntlich kein Blatt vor den Mund. Der Ex-Skistar fand klare Worte zur Sportpolitik in Österreich.
Der 53-jährige Kärntner wurde vom scheidenden Sportminister Doskozil (SPÖ) im Oktober zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Bundes-Sport GmbH für die Sportförderung bestellt. Assinger kritisiert in einer Wutrede (verkürzt):
“Ein Drittel unserer Kinder ist zu blad. Wir müssen den Stellenwert des Sports in der Öffentlichkeit entscheidend stärken. Wir müssen die Vorbilder aus dem Sport zeigen. Wir wollen nicht nur den Spitzensport stützen, sondern auch die Jugend stärken, denn nur aus Breitensport entsteht Spitzensport. Aber die Infrastruktur für den Sport in Österreich ist unter aller Sau!
Diese Entwicklung war abzusehen. Sie ist das Ergebnis einer völlig verfehlten Sportpolitik. Bestes Beispiel dafür ist die Hohe Warte. Auf der traditionsreichen Sportstätte haben nicht mehr die ansässigen Vereine Vienna und Vienna Vikings (American Football) das Sagen, sondern Immobilienspekulanten.
Nicht zu unterschätzen sind die von Assinger angesprochenen Vorbilder. Früher konnte die (Döblinger) Jugend zu blau-gelben Idolen wie Kapitän Karl Koller, WM-Torhüter Kurt Schmied oder Torjäger Hans Buzek aufschauen. Heute fehlen diese Vorbilder zum Nacheifern. Selbst das Zuschauen wird einem auf der desolaten Hohen Warte verleidet. Die Sanierung des Tribünendaches soll nach langem Hin und Her nun doch im Dezember beginnen.
Michael Jungwirth
PRO HEILIGENSTADT