Fachdebatte: “Was bedeutet öffentliches Interesse an der Stadt”

Die Fachdebatte “Stadt finden” in Kooperation mit der Kammer der Ziviltechniker in den Räumen der Volksanwaltschaft am 13.November 2017 stieß auf großes Interesse und fand auch in den Medien (derStandard, 17.November 2017, Wiener Zeitung 14.November 2017) große Beachtung.

“Seit 40 Jahren habe die Volksanwaltschaft die Aufgabe, Sachverhalte, die mit Raumordnung, Stadtplanung und Flächenwidmung zu tun haben, zu prüfen und darüber nachzudenken, sagt Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek”. Es dürfe hier nicht das Recht des Stärkeren gelten. Kritisch wurden die Projekte “Danube Flats” und Heumarkt beleuchtet. Die derzeitige Rolle des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung in Wien wird hier sehr deutlich hinterfragt. Die Beiräte würden zu spät und nur oberflächlich informiert, auch sollte es eine Verpflichtung zur Planungsenthaltung während der Dauer ihrer Berufung geben, um etwaige Interessenskonflikte im Vorfeld auszuschließen, meinte Architektin DI Hemma Fasch, selbst langjähriges Mitglied des Fachbeirats. Städtebauliche Verträge zwischen Investoren und der Stadt müssten transparent und öffentlich einsehbar sein. Änderungen von Flächenwidmungen sollten einem Planungsverfahren vorangehen und nicht umgekehrt. Ob die Volksanwaltschaft die Flächenwidmung im Falle des Heumarkprojekts anfechten würde, sei noch offen. (JK)