Pressekonferenz der Bürgerinitiative “Steinhof gestalten” am 30.11.2017

Die Stadtregierung mache einen schwerwiegenden Fehler, indem sie noch immer nicht in der Lage sei, ein sinnvolles Nachnutzungskonzept für das Areal vorzulegen, obwohl sie ein solches mittlerweile seit Jahren verspricht, so Dr. Gernot Rainer, der vom KAV unsanft aus seiner Tätigkeit auf der Pulmologie des OWS entfernt und wegen Aufmüpfigkeit mundtot gemacht werden sollte, die Medien haben darüber berichtet. Gerade in einer Zeit des demographischen Wandels (2020 werden 26% der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein) würden dringend Pflegewohnhäuser, Palliativstationen, Rehabilitation und Hospize benötigt. Außerdem würden psychische Erkrankungen beängstigend zunehmen, für Berufsunfähigkeit seien sie mittlerweile bei einem Drittel die Ursache. Mit dem OWS sei die Stadt Wien im Besitz eines einzigartigen Standorts, dessen Rahmenbedingungen hervorragend für die Erhaltung und Wiedererlangung der Berufsfähigkeit geeignet wäre. Mit einem flammenden Appell wandten sich die Initiatoren, Christine Muchsel, Wolfgang Veit mit Prof Berndt Lötsch an die zuständigen Politiker, hier endlich tätig zu werden, bevor es zu spät wäre. Die Fällung des Föhrenwäldchens bei der Pathologie und die fortschreitende Wohnverbauung zeige das Unverständnis für die Erhaltung dieses wichtigen Grünraums und sei ein Verbrechen an der historischen Bausubstanz. (JK)