Abschluss der Partizipation in Donaufeld und Ausblick

Resümee über Beteiligung und Flächenwidmung und die nächsten Schritte in Donaufeld

Am 16. Dezember 2017 nahmen Christina Kirchmair, Herbert Bork und Philip Krassnitzer, das Team von „stadtland“ mit einem letzten „Come Together“ Abschied von Donaufeld. Nachdem sie mehrere Jahre hindurch die Bürgerbeteiligung im Stadtentwicklungsgebiet organisiert haben, wurde jetzt mit dem Entwurf der Charta Donaufeld ein vorerst letztes Dokument für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils vorgelegt.

Mit dem Beschluss der Flächenwidmung im Gemeinderat am 15. Dezember 2017 ist der Ostteil des Planungsgebiet nun für Wohnbau (vorerst rund 1.300 Wohnungen nördlich des Drygalskiwegs) vorgesehen, aber es wurde auch die zentrale Forderung der AnrainerInnen aus dem Beteiligungsverfahren, der über 12 Hektar große Grünzug Donaufeld umgesetzt und großteils als „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“ gewidmet! Leider ist nur ein kleiner Teil der Flächen im Eigentum der Öffentlichkeit, aber nach der jetzt erfolgten Klärung der bebaubaren Flächen sollte die Grundstücksspekulation ein Ende haben, und auch eine Arrondierung von Flächen (Tausch, …) zugunsten des Grünzugs möglich sein. Es wird aber noch ernsthafter Anstrengungen und finanzieller Mittel der Stadt Wien bedürfen, um die stets geforderte Durchwegung von Norden nach Süden zu erreichen.

Außer der Widmung wurde auch noch eine abgestufte Höhenentwicklung zu den bestehenden Siedlungen, ein Bauplatz für ein Baugruppenprojekt, die Einrichtung eines Quartiersmanagements, die Berücksichtigung eines Gewässerbiotops im Grünzug und die  öffentliche Zugänglichkeit nicht genutzter Grünflächen des Wohnfonds mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen.

Als nächste Schritte folgt jetzt die Internationale Bauausstellung (IBA), und ein Bauträgerwettbewerb. Wir hoffen, dass dabei die Forderungen aus dem Beteiligungsverfahren berücksichtigt werden und tatsächlich ein qualitativ hochstehender neuer Stadtteil entsteht.