30. September 2018: Tag des Denkmals – Begleitveranstaltungen der Aktionsgruppe “Bauten in Not” und der Initiative. DENKmal.KULTUR

“Schätze teilen” heißt das Motto des diesjährigen TAG des DENKMALS im Europäischen Kulturerbejahr 2018. Seit mehr als 20 Jahren können an diesem Tag interessierte Besucher ausgewählte Besonderheiten unseres Kulturerbes besichtigen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

Im Vorfeld (26.September 2018) wiesen Mitglieder der Aktionsgruppe “Bauten in Not”, der zahlreiche  Fachleute auf dem Gebiet Architektur und Stadtplanung angehören, in einer Pressekonferenz auf die Mängel des derzeitigen Denkmalschutzgesetzes hin. Sie forderten die Politik zum Handeln auf und riefen die Zivilgesellschaft zum Protest auf. Die Konvention von Granada (“Übereinkommen zum Schutz des architektonischen Erbes”) sei trotz unzähliger Ankündigungen nach 32 Jahren in Österreich noch immer nicht ratifiziert worden. Das Bundesdenkmalamt sei personell und finanziell überfordert, auch fehlten wirtschaftliche Anreize oder Kompensationen für Denkmaleigentümer, eine Erhaltungspflicht sei im derzeitigen Gesetz nicht enthalten.

Die Initiative.DENK.mal.Kultur widmete sich in einer Enquete (27.September 2018)zum Tag des Denkmals im Palais Dorotheum ebenso den Mängeln der derzeitigen rechtlichen Situation, in einem Positionspapier zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Baudenkmäler wird die Politik zum Handeln aufgefordert. (JK)