Tiller-Aussage macht Döbling zur Lachnummer

Der Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller versucht, sein endgültiges Scheitern im Kampf gegen das Parkpickerl mit einer Verschwörungstheorie zu erklären. Sechs Bezirksräte seiner ÖVP mussten für das Pickerl stimmen, weil sie “bedroht” wurden, sagte er in der ORF-Sendung “Wien heute” allen Ernstes. Der Reporter fragte nach: “Von wem wurden die Mandatare bedroht?” Tiller antwortete: “Von Damen und Herren, die in der Umgebung wohnen.” Der Bezirksvorsteher spricht in anderen Interviews auch immer wieder von der “Parkpickerl-Mafia”.
Weniger lustig ist so manche Entwicklung im Bezirk, an der Adolf Tiller als Vorsteher nicht ganz unbeteiligt ist. Hier ein kurzer Auszug:
Kahlenberg: verschandelt
Hohe Warte: verschandelt
Casino Zögernitz: wird gerade verschandelt
Heurigengegend: wird zubetoniert
Stadion (Naturarena): heruntergekommen, wurde trotz RH-Kritik an Immo-Gesellschaft verscherbelt
Bolzplätze für sportbegeisterte Jugend: Fehlanzeige
Verkehrssicherheit: Investitionen erst nach tödlichen Unfällen auf Schutzwegen (Döbl. Hauptstraße,      An den langen Lüssen)
Es kommt nicht von ungefähr, dass allein in Döbling nicht weniger als fünf Bürgerinitiativen aktiv sind. So viele wie in keinem anderen Wiener Gemeindebezirk. Außerdem ist die überregionale “Initiative Denkmalschutz” in Döbling praktisch im Dauereinsatz.
Michael Jungwirth
PRO HEILIGENSTADT