Sportstätten auf dem Areal der ehem. Rothschildgärten für ALLE!

Durch den jüngsten Dopingskandal ist wieder einmal die Sportkultur in Österreich ins Gerede gekommen. Nach Armin Assinger hat nun mit dem ehem. Weltklasse-Kombinierer Felix Gottwald, Österreichs erfolgreichstem Olympioniken bei Winterspielen, eine weitere Sportlegende die Sportstättenmisere in diesem Lande offen angesprochen. Auch die Stadt Wien hat großen Nachholbedarf. Oft könnte man schon mit relativ geringen finanziellen Mitteln Verbesserungen des Angebots erreichen. Wie zum Beispiel auf dem Areal der ehem. Rothschildgärten auf der Hohen Warte.
In der aktuellen Ausgabe der “Döblinger Bezirkszeitung” bemängeln Basketballerinnen der “Döbling Ponys”, dass die Ballspielkäfige in Wiener Parks männlich dominiert seien und junge Frauen sich ihren Platz erst mutig erobern müssten. Im Heiligenstädter Park wäre dieses Problem mit Hilfe der Stadt Wien einfach zu lösen. Der größere Käfig im unteren Teil des Parks nahe der Grinzinger Straße wird vorwiegend von Kickern genutzt. Im oberen Teil des Parks wird ein kleinerer Käfig mit nur einem Basketballkorb kaum genutzt. Es kann doch kein Vermögen kosten, wenn diese Anlage mit einem zweiten Korb matchtauglich gemacht wird. Wünschenswert im Sinne von Hobbysportlern UND Parkbesuchern wäre auch, diese wenigen Quadratmeter Sportfläche mit einem entsprechenden Bodenbelag gelenkfreundlich und geräuschdämpfend zu machen. Das sollte auch dem Gesundheitsstadtrat Peter Hacker ein Anliegen sein.
Im benachbarten Döblinger Bad kann die schön angelegte Beachvolleyball-Anlage nur von Badegästen in den Sommermonaten genutzt werden. Hier sollte der Zutritt für ALLE sportbegeisterten Menschen ohne großen Aufwand möglich gemacht werden. Es bedarf ja nur einer neuen Zutrittsregelung mit einfachen Hilfseinrichtungen. Ein Beachvolleyballplatz für ALLE auf diesem Gelände wäre ganz im Sinne der wohltätigen Rothschilds. Öffentliche Zugänglichkeit war bekanntlich eine Bedingung der jüdischen Familie bei der Schenkung des arisierten Besitzes auf der Hohen Warte nach dem Krieg.
Michael Jungwirth
PRO HEILIGENSTADT