Bäume am Steinhof müssen für Wohnbau weichen

Rodung am SteinhofIn tiefer Trauer geben wir die Rodung der Bäume am Steinhof bekannt. Das ist ein harter Schlag gegen das Kultur- und Naturerbe Wiens und auch gegen die partizipative Demokratie, aber wir werden uns mit ganzer Kraft für die Wiederherstellung all dieser Qualitäten unserer Stadt einsetzen! Continue reading


Valentinsgruß von der Hohen Warte

Lasst uns dem Garten die Ehre geben, die ihm gebührt.

                                                Plinius                                                                                                                                          Continue reading

Änderung des Flächenwidmungsplans für das Hochhausprojekt Heumarkt/Eislaufverein

Die öffentliche Auflage für die Änderung des Flächenwidmungsplans am Heumarkt hat begonnen. Den Wünschen des Investors zur Errichtung eines Hochhausprojekts an diesem umstrittenen Platz im Zentrum des Weltkulturerbes “Wien Innere Stadt” wurde darin zur Gänze Rechnung getragen. Sollte die Umwidmung im Gemeinderat tatsächlich beschlossen werden, wäre dies ein Präzedenzfall zur Errichtung weiterer Hochhäuser im Ringstraßenbereich. Damit provoziert die Wiener Stadtregierung den Verlust des von der UNESCO verliehenen Welterbestatus für Wien. Continue reading


Baumfällungen im Otto Wagner Spital sollen nächste Woche beginnen!

Dass die GESIBA  die Baubewilligung für die ersten vier Wohntürme rund um die Pathologie bereits erhalten hat, ist noch durchgesickert. In der Wiener Energiewoche die dafür geplanten Baumfällungen im Osten des Spitalsareals still und heimlich durchzuführen, ist besonders perfide. Da kann es möglichst unauffällig von statten gehen und wenn die Menschen nach den Semesterferien zurückkommen, ist schon alles vorbei….(Mitteilung Initiative Steinhof)


Heumarktprojekt: Otto Kapfinger gibt VB Vassilakou das silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Stadt Wien zurück!

Der in Wien tätige Architekt und Architekturkritiker Otto Kapfinger zog aus Protest gegen die gefügige Politik die Konsequenz: Er schickte das von VB Vassilakou 2015 erhaltene silberne Ehrenzeichen zurück. Respekt! meint Thomas Trenkler im heutigen (30.Jänner 2017) Kurier auf Seite 24. “Das Beharren auf die “schöne Aussicht” – nichts anderes heißt “Belvedere” – und das Pochen auf den Weltkulturerbestatus seien zudem nur Akte der Verzweiflung gegen eine Politik, die ihre Grundsätze verraten hätte”. (aufgeschnappt JK)

Die von der Landstraßer Bezirks FPÖ erzwungene Bürgerversammlung nach § 104c der Wiener Stadtverfassung zum Thema Heumarkt findet übrigens nicht im Festsaal der Landstraßer Bezirksvertretung, sondern im Hotel Intercont am Montag, 20.02.2017 um 18:30 statt. Die öffentliche Auflage zur Änderung des derzeitigen Flächenwidmungsplans 7158 beginnt am 2.Februar 2017 (Entwurf 7984).


OTS0214: Gerhard Kubik (SPÖ) meint: “Die Neugestaltung des Eislaufvereins bringt´s”

Die Wunschumwidmung des Eislaufvereinareals, um einen Investor an dieser sensiblen Stelle der Wiener Innenstadt einen die Sichtachsen störenden Luxuswohnturm errichten zu lassen, tritt in die heiße Phase. Nachdem auch der Stadtgestaltungsbeirat (Anm: man beachte dabei die Zusammensetzung!) nach anfänglicher berechtigter Kritik (mehrstimmig) grünes Licht gegeben hat, soll nun die bedenkliche Umwidmung ohne Rücksicht weiter durchgepeitscht werden. “UNESCO – Weltkulturerbe”, was interessiert uns das, das Projekt sei wohlüberlegt, “tausende Arbeitsplätze” würden geschaffen. “Die Umwidmung sei auch sinnvoll für die Wienerinnen”, meint pikanterweise auch der Kultursprecher der SPÖ, Woller. “Wien sei eine lebendige Stadt und keine archäologische Ausgrabungsstätte” (OTS0211). “Der internationale Architektenwettbewerb (Anm: vom Investor ausgelobt und bezahlt!) habe sogar (Anm: wen wundert das?) entschieden, dass es durchaus gewünscht (Anm: von wem wohl?) ist, das Gebäude höher zu bauen”. Wenn GR Kubik dann an die Opposition gerichtet meint: “Sie wünschen, wir spielen – das geht nicht”, dann kann das nur als makabrer Scherz gewertet werden, man glaubt, in einem falschen Film zu sein! (JK)


“Legt die Stadt Wien keinen Wert auf das Welterbeprädikat des historischen Zentrums?”

Das umstrittene Hochhausprojekt auf dem Heumarkt war nicht nur Thema in der Fragestunde der gestrigen 19. Sitzung des Wiener Gemeinderats, es gab auch um 16 Uhr eine Unterbrechung der Sitzung wegen eines dringlichen Antrags an den Herrn Bürgermeister zu “Wien als UNESCO-Weltkulturerbe erhalten”. Erwartungsgemäß sehen die Regierungsparteien das Hochhausprojekt nur überschwänglich positiv, harte Kritik gab es jedoch von der Opposition. Nicht nur die FPÖ, die die Anträge eingebracht hatte, ging mit der Vorgangsweise der Stadtregierung hart ins Gericht, auch die Vertreter der NEOS und der ÖVP kritisierten zurecht das Fehlen verbindlicher Richtlinien für Bauvorhaben. Das Wiener Stadtbild sei keine Wirtschafts- oder Tourismusfrage, sondern eine Entscheidung der Kulturpolitik. (JK)


Bürgerinitiativenplattform “Aktion 21″ feiert 10 jähriges Jubiläum

“was wir Wiener wirklich wollen” war in großen Lettern am Podium zu lesen. Jedenfalls keine Bürgerbeschäftigung, sondern eine tatsächliche Einbindung der Bevölkerung in wesentliche Entscheidungen. Diese habe es in der Form der von der Stadtverwaltung gegängelten “Agenda 21″ nicht gegeben, so wurde die “Aktion 21″ vor zehn Jahren gegründet. Über hundert Bürgerinitiativen hätten sich  im Laufe der Jahre dem Verein angeschlossen. Die Gründer, Herta Wessely und Helmut Hofmann, wurden von der derzeitigen Obfrau Andrea Willson vorgestellt. Gastredner waren Irmgard Griss und Reinhard Seiss, letzterer besonders bekannt geworden durch sein kritisches Buch “Wer baut Wien”. Tenor der Veranstaltung war “so kanns nicht weitergehen”. Die gewählten Abgeordneten müssten sich viel mehr der Bevölkerung verantwortlich fühlen und nicht nur der Partei, auf deren Liste sie kandidierten. (JK)


Wie geht es mit dem Hochhausprojekt am Heumarkt weiter?

In der Reihe der KulturTalk Veranstaltungen “Podium am Puls” im sehr gut besuchten Berio Saal des Wiener Konzerthauses diskutierten gestern unter Leitung des Chefredakteurs der “Presse” Rainer Nowak Architektin Gabu Heindl, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Architektur, Christian Kühn, Studiendekan Architektur an der TU Wien, Lili Licka, Landschaftsarchitektin, Christoph Luchsinger, Architekt und Städteplaner an der TU Wien und Leiter des kürzlich beendeten Vermittlungsverfahrens zwischen Stadt  und Investor, Dietmar Steiner, Architekturpublizist und ehemaliger Leiter des AzW sowie Daniela Enzi für den Investor Michael Tojner, der ebenso entschuldigt war wie die zu Beginn angekündigte Vizebürgermeisterin Maria Vassiakou. Trotz der Bemühungen der Vertreterin des Investors, Daniela Enzi, das Projekt nur lobend hervorzuheben, konnte nicht entkräftet werden, dass es nach wie vor für einen Bau dieser Art keine Flächenwidmung gibt – und möglicherweise auch nicht geben wird. Nicht der Investor schenke der Öffentlichkeit etwas sondern die Stadt würde den Wert der Liegenschaft durch die gewünschte Umwidmung um ein Vielfaches erhöhen, betonte Gabu Heindl. Continue reading


“Für die Bilder der Österreich Werbung werden Fotografen aber immer größere Brennweiten brauchen, um das Neue auszublenden”

so schreibt Martina Salomon im heutigen (5.Jänner 2017) Kurier Leitartikel, der mir besonders lesenswert erscheint. “Mitten an einem der sensibelsten Plätze Österreichs, dem Heldenplatz, entstehen voluminöse Bürokontainer, die nun die Sichtachse zwischen Hofburg und Rathaus verstellen. Der neue Bundespräsident wird vor seinem Fenster nicht imperiale Großzügigkeit vorfinden, sondern profane Flächennutzung”. “Wenn man noch dazu weiß, wie lange in Österreich Provisorien halten, darf man schon beginnen, sich zu fürchten”. (aufgeschnappt JK)


Jahresrückblick 2016 und Ausblick – Donaufeld

Donaufeld oder Donau(beton)block – wohin geht die Stadtentwicklung an der Alten Donau?

Das Jahr 2016 war verkehrspolitisch von Stillstand gekennzeichnet: Zunehmender Stillstand der Autos im täglichen Stau und auch keinerlei nennenswerte Verbesserungen in der Verkehrsorganisation.
Auch bei den Planungen zum Stadtentwicklungsgebiet begann das Jahr mit einer langen Pause im Beteiligungsverfahren. Im Sommer wurde dann vom Planungsbüro stadtland ein sehr umfangreicher und guter Bericht über die erste Phase des Beteiligungsprozesses vorgelegt. Continue reading


“Wien orientiert sich an Investoren” – “Wenn der Investor die Stadt gestaltet” – “Wiener Stadtplanung ohne Plan”

So lauteten die Überschriften in den Printmedien der letzten Tage. Eine vielbeachtete Pressekonferenz der Architektenkammer am 21.Dezember 2016 fand in den wichtigsten Tageszeitungen ausführlich Niederschlag. “Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem sich Grundstückseigentümer ihre Baubedingungen mehr oder minder selbst schreiben können” wird Architekt Christoph Mayrhofer zitiert. Zuvor hatte sich Architektin Hemma Fasch, eines der zwölf Mitglieder des Wiener Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung, mit harscher Kritik an die Öffentlichkeit gewagt.  Continue reading


Jahresrückblick 2016 – BI Kometprojekt / Meidling

2016 gab es zum Komet Hochhaus – EKZ Projekt eine Gewerbeverhandlung, eine Bauverhandlung, und zwei Verhandlungen beim Verwaltungsgericht Wien.
Bei der letzten Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht am 14.12. wurde die AnrainerInnen-Beschwerde abgewiesen. Diese Beschwerde erging zur Erteilung der Baugenehmigung durch die MA37 und den zugrundeliegenden (zweifelhaften) Bescheiden der MA64. Es waren u.a. Realisierungsbegriff / Gültigkeit der FW, Stellplatzsituation, sowie UVP angesprochen. Continue reading


Donaufeld steuert sehenden Auges auf den Verkehrskollaps zu!

Viele DonaufelderInnen klagen bereits heute über unzumutbare Verkehrsbelastungen in der Region. Das Mobilitätskonzept für das Stadtentwicklungsgebiet, welches am 13. 12. 2016 im HdB von (zuständigen) Verkehrsplanern präsentiert wurde, war ernüchternd (erschreckend). Continue reading


aus der Rathauskorrespondenz: 18. Wiener Gemeinderat vom 16.12.2016: MASTERPLAN FÜR EINE PARTIZIPATIVE STADTENTWICKLUNG

GR Ernst Wollner meint, das Projekt am Heumarkt und die Aufstockung des Winterthurhauses am Karlsplatz seien zwei Projekte, die in diesen Stadtlagen eine Verbesserung der Situation brächten. Er lehnte die UNESCO als “Oberschiedsrichter” ab und verwies auf das 5 Jahre andauernde “Bürgerbeteiligungsverfahren”, die Auseinandersetzung der Fachabteilung der Stadt und des Fachbeirats Architektur sowie des Bundesdenkmalamts mit dem Projekt. Während die UNESCO “weit weg von Wien” sei, hätten diese eine “Win-Win-Win-Situation” erkannt. Einer möglichen Volksabstimmung (Anm: Antrag NEOS) über das Projekt erteilte er eine Absage.

GR Ernst Wollner (SPÖ) ist Vorsitzender des Kulturausschusses im Wiener Rathaus. Mit Interesse kann man die Langfassung des Protokolls dieser Sitzung erwarten.